Falscher Polizeibeamter ruft Rentner an und raubt ihn aus!

Hamburg - Am Dienstagnachmittag wurde ein 74-Jähriger in Hamburg-Hohenfelde Opfer eines Raubes. Er wurde von einem falschen Polizeibeamten zunächst angerufen und dann besucht.

Vorsicht vor unbekannten Polizisten am Telefon! (Symbolfoto)
Vorsicht vor unbekannten Polizisten am Telefon! (Symbolfoto)  © Armin Weigel/dpa

Der unbekannte Täter rief den Rentner an und gab sich als Polizeibeamter aus. Er schüchterte ihn ein mit der Nachricht, dass es in dessen Wohnumfeld zu Einbrüchen gekommen sei und erfragte in diesem Zusammenhang, ob er Bargeld zu Hause aufbewahre. 

Der 74-Jährige bestätigte dies, gab sogar Seriennummern seiner Geldscheine durch! Der vermeintliche Polizist kündigte daraufhin an, dass ein "verdeckter Ermittler" kommen und das Geld des 74-Jährigen überprüfen werde.

Tatsächlich klingelte es wenig später. Der angebliche Ermittler sagte, er müsse die vorgezeigten Geldscheine in seinem Auto mit einem technischen Gerät prüfen. 

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Als der 74-Jährige dies ablehnte, riss der Räuber ihm das Bargeld aus der Hand und flüchtete in unbekannte Richtung.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos.

Der "verdeckte Ermittler" wird wie folgt beschrieben:

  • männlich 
  • 35 - 40 Jahre alt
  • circa 1,80 Meter groß 
  • schwarze Bekleidung
  • kurze dunkle Haare, moderner Haarschnitt

Die Polizei bittet um Hinweise unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder an jeder Polizeidienststelle.

Hinweise und Tipps der Polizei

Die Polizei warnt auf einem Plakat vor Trickbetrug am Telefon durch falsche Polizeibeamte.
Die Polizei warnt auf einem Plakat vor Trickbetrug am Telefon durch falsche Polizeibeamte.  © Martin Gerten/dpa

Zuletzt verzeichnete die Polizei Hamburg wieder einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen im Bereich des Trickbetrugs durch falsche Polizeibeamte.

Hinweise der Polizei dazu:

  • Wenn die Polizei anruft, erscheint niemals die Rufnummer 110 im Display
  • Polizeibeamte fordern am Telefon niemals zur Über- bzw. Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen auf
  • Polizeibeamte fragen am Telefon niemals nach persönlichen oder finanziellen Verhältnissen 
  • Schon gar nicht fragen Polizeibeamte nach Geldverstecken oder setzen unter Druck
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Tipps bei derartigen Anrufen:

  • Auf das Bauchgefühl hören und Zeit nehmen, die Anrufe zu überdenken
  • An eine Person des Vertrauens wenden und von den Anrufen erzählen

In allen Fällen gelte: Beim kleinsten Verdacht soll die 110 angerufen werden. Unbekannte Besucher müssen währenddessen vor der verschlossenen Tür warten. 

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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