Such' mich doch! Polizei sprengt illegalen Kindergeburtstag, Feiermeute versteckt sich im Bad

Hameln - Mit der Polizei Verstecken gespielt! Die Polizei Hameln hat am Dienstagnachmittag einen besonderen Einsatz gehabt. Nachdem ein Anruf bei den Beamten eingegangen war, es würde in einer Wohnung eine groß angelegte Geburtstagsfeier stattfinden, dürften sich die Ordnungshüter im Anschluss an längst vergangene Kindertage zurückerinnert haben.

Die Polizei Hameln beendete eine Geburtstagsfeier mit 30 Personen.
Die Polizei Hameln beendete eine Geburtstagsfeier mit 30 Personen.  © Jens Wolf/dpa

Ja, ist denn heut' schon Ostern? Nein, nicht so wirklich. Um genau zu sein ist Januar, und die Welt steckt inmitten einer Pandemie.

Wie es einem jeden inzwischen zu Ohren gekommen sein sollte, gelten diesbezüglich strenge Regeln und das Gebot, Kontakte so gut es geht zu minimieren.

Doch das ist leider scheinbar eben nicht bei Jedem angekommen.

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Und so sprengte die Polizei aus dem niedersächsischen Hameln einen Kindergeburtstag mit 30 (!) Gästen.

Zur Erinnerung: Aktuell gilt die Regel, dass sich jeder Hausstand mit nur einer weiteren Person treffen darf. Ungeachtet dessen wie man zu dieser Regelung steht, ist eine Massenzusammenkunft von 30 Leuten nicht nur grob fahrlässig, sondern beinahe schon bemerkenswert dämlich.

In der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Ostertorwall haben sich, so die Polizei, am Dienstag also mehrere Dutzend Menschen getroffen, um einen Kindergeburtstag zu feiern.

Als die Beamten dann an der Wohnung ankamen, habe ein Großteil der Partygäste versucht, sich in der Wohnung zu verstecken.

15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet

Der Kindergeburtstag endete schließlich mit reichlich Krach. (Symbolfoto).
Der Kindergeburtstag endete schließlich mit reichlich Krach. (Symbolfoto).  © Oliver Berg/dpa

Da dies bei der Masse der Leute natürlich nicht allzu einfach ist, fanden die Polizisten nach und nach weitere Feier-Biester. Unter anderem haben sich auch Leute im Bad der Wohnung eingesperrt, wohl in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden.

Frei nach dem Motto: Verstecken spielen gehört zum Kindergeburtstag einfach dazu.

Letztlich gingen den Ordnungshütern alle 30 Party-Gäste ins Netz. Allesamt ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Sicherheitsabstände eingehalten zu haben.

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"Nach Feststellung der Personalien und Erteilung von Platzverweisen wurde die Feier anschließend beendet", so die Polizei.

Außerdem wurden gegen 15 der anwesenden Erwachsenen noch ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren in die Wege geleitet. Herzlichen Glückwunsch.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa, Oliver Berg/dpa

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