Mann (42) hortet ein Dutzend Katzen in seinem Haus: Die Polizei beunruhigt aber etwas anderes

Heppenheim - Das kam für die Polizei sicherlich ganz anders als gedacht! Am Dienstag rückten die Ordnungshüter zu einem Wohnhaus im hessischen Heppenheim im Kreis Bergstraße aus. Der Verdacht: Tierquälerei. Zu beanstanden hatten die Beamten aber schließlich etwas ganz anderes.

Im Haus des vermeintlichen Katzenliebhabers fand die Polizei jede Menge Sprengstoff und Drogen. (Symbolfoto)
Im Haus des vermeintlichen Katzenliebhabers fand die Polizei jede Menge Sprengstoff und Drogen. (Symbolfoto)  © 123RF/Thomas Lukassek

Wie ein Sprecher des südhessischen Polizeipräsidiums wenige Stunden nach dem Einsatz berichtete, seien Kollegen des Kommissariats 41 der Direktion Bergstraße in Begleitung der Bereitschaftspolizei zu dem Haus in der Heppenheimer Siegfriedstraße ausgerückt.

Gegen den 42 Jahre alten Bewohner des Gebäudes bestand der Verdacht, dass er die dort lebenden Tiere nicht ordnungsgemäß halten würde. Daraufhin hatte die Darmstädter Staatsanwaltschaft bereits einen Durchsuchungsbeschluss erlassen, der den Beamten den Zugang zu den Räumlichkeiten des mutmaßlichen Tierquälers ermöglichen sollte.

Dieser wehrte sich laut Angaben der Polizei nicht gegen die anstehende Durchsuchung - was aber angesichts der darauffolgenden Ereignisse sicherlich nicht ungewöhnlich gewesen wäre.

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Zwar konnten die Beamten keine Hinweise auf eine Misshandlung der insgesamt rund ein Dutzend Katzen finden, die in dem Haus des 42-Jährigen lebten.

Bei der weiteren Begutachtung des Hauses fiel ihnen jedoch zunächst ein selbstgebautes Behältnis ins Auge, das einer Rohrbombe glich!

Ein Dutzend Katzen im Haus, keine Tierquälerei, aber viel Sprengstoff

Rund ein Dutzend Katzen lebten in dem Haus im südhessischen Heppenheim. (Symbolfoto)
Rund ein Dutzend Katzen lebten in dem Haus im südhessischen Heppenheim. (Symbolfoto)  © 123RF/evdoha

Damit aber noch nicht genug: Zudem stellten die Ermittler noch möglichen weiteren Sprengstoff sicher, wie es im Polizeibericht hieß.

Zu allem Überfluss fielen ihnen noch verschiedene Drogen, wie Marihuana in die Hände, die ebenfalls beschlagnahmt wurden.

Schließlich stellten die Ermittler zahlreiche Speichermedien sicher, die unter Umständen Hinweise auf Straftaten beinhalten könnten.

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Nun sollen die beschlagnahmten Speichermedien in aller Sorgfalt ausgewertet werden. Entsprechende Strafanzeigen gegen den Katzenliebhaber wurden bereits gestellt.

Die Tiere dürfen aufgrund mangelnder Beweise aber weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld verweilen.

Titelfoto: Montage: 123RF/evdoha, 123RF/Thomas Lukassek

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