Illegale Pflegerin arbeitet 24/7 schwarz für Witz-Lohn

Weißenberg - Am späten Montagabend ist in Weißenberg (Landkreis Bautzen) ein ukrainischer Transporter gestoppt worden. Für eine Insassin war die Kontrolle wenig erfreulich.

Rund um die Uhr musste eine Pflegerin (52) für eine Seniorin zur Verfügung stehen, bekam dafür nur wenig Lohn. (Symbolbild)
Rund um die Uhr musste eine Pflegerin (52) für eine Seniorin zur Verfügung stehen, bekam dafür nur wenig Lohn. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen stoppten den Transporter gegen 23.30 Uhr und kontrollierten die Insassen.

Unter ihnen befand sich eine 52 Jahre alte Frau aus der Ukraine, die von März bis November in Süddeutschland als Haushaltshilfe und Haushälterin bei einer Seniorin gearbeitet hatte.

"Ein Visum und eine Arbeitserlaubnis konnte sie nicht vorlegen", heißt es in der Meldung der Bundespolizeiinspektion Ebersbach.

Die 52-Jährige habe bei der Rentnerin gewohnt und habe jederzeit abrufbereit zur Verfügung stehen müssen. Ein 24/7-Job, für den sie monatlich gerade einmal 800 Euro Lohn erhalten haben soll.

Die Frau sei nun auf der Rückfahrt in ihre Heimat gewesen, um mit ihrer Familie Weihnachten zu feiern.

"Gegen sie musste ein Ermittlungsverfahren wegen dem Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz und der Aufnahme einer unerlaubten Beschäftigung eingeleitet werden."

Bei ihr wurden zudem 4000 Euro Schwarzarbeitslohn beschlagnahmt. Durch die Ausländerbehörde wurde die Frau aufgefordert, aus Deutschland auszureisen.

Einen ähnlichen Fall hatte es bereits Anfang September gegeben, als am A4-Rastplatz Oberlausitz ebenfalls eine Billiglohn-Pflegerin entdeckt wurde.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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