Polizei will illegale Verlobungsfeier auflösen, betrunkene Gäste rasten völlig aus!

Essen - Gleich zweimal musste die Polizei in Essen zu einer wilden Verlobungsparty mit zahlreichen Feiernden ausrücken. Beim zweiten Einsatz flippten die betrunkenen uneinsichtigen Gäste völlig aus und griffen die Beamten an.

Die Polizei hat in Essen eine Verlobungsfeier mit zahlreichen aggressiven Gästen aufgelöst. Die Ordnungshüter mussten gleich zweimal anrücken (Symbolbild).
Die Polizei hat in Essen eine Verlobungsfeier mit zahlreichen aggressiven Gästen aufgelöst. Die Ordnungshüter mussten gleich zweimal anrücken (Symbolbild).  © 123rf/Sevak Aramyan

Nach Angaben der Beamten riefen Nachbarn die Polizei, da in einer Dachgeschosswohnung an der Kopernikusstraße in Essen trotz der geltenden Corona-Schutzverordnung lautstark mit mehreren Personen gefeiert wurde.

Als die Beamten gegen 19.20 Uhr an der Wohnung eintrafen, war die Verlobungsfeier bereits im vollen Gange - keiner der elf Anwesenden trug einen Mund-Nasen-Schutz. Umgehend lösten die Einsatzkräfte die Feierlichkeiten auf, nahmen die Personalien der Gäste auf und ermahnten den Wohnungsinhaber (38), welche Gefahren die Missachtung der Schutzmaßnahmen mit sich bringen.

Alle nicht zum Haushalt zugehörigen Gäste kassierten einen Platzverweis, der 38-jährige Wohnungsbesitzer wurde ausdrücklich zur Ruhe ermahnt. Das Ordnungsamt verteilte außerdem elf Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Schutzmaßnahmen.

Damit hätte der Einsatz beendet und der 38-Jährige mitsamt seinen Gästen seine Lektion gelernt haben können - allerdings kam alles anders.

Familienmitglieder attackierten Polizisten mit Faustschlägen ins Gesicht

Schließlich gelang es der Polizei, die Verlobungsfeier zu beenden und die "Hauptaggressoren" aus der Essener Wohnung zu führen (Symbolbild).
Schließlich gelang es der Polizei, die Verlobungsfeier zu beenden und die "Hauptaggressoren" aus der Essener Wohnung zu führen (Symbolbild).  © 123RF/Monika Gruszewicz

Circa zweieinhalb Stunden später wurden die Beamten erneut zu der Adresse alarmiert, da die Gäste die Feierlichkeiten - entgegen der ausdrücklichen Anordnung der Behörden - wieder aufgenommen hatten.

"Ein Dutzend Streifenwagen mit Unterstützung der Einsatzhundertschaft und Polizeihunden fuhren zur Wohnung an der Kopernikusstraße", hieß es in einer schriftlichen Mitteilung der Polizei.

Vor Ort befanden sich in der Wohnung dann rund 20 Feierwütige, die nach Angaben der Beamten bereits einen ordentlichen Alkohol-Pegel erreicht hatten. Zudem waren auch etwa 15 Kinder, darunter Kleinkinder und Säuglinge, anwesend.

Noch bevor die Einsatzkräfte auch nur eine einzige Maßnahme einleiten konnten, wurden sie schon massiv von den Partygästen beleidigt.

Als die Beamten die Personalien eines 20-jährigen Bosniers aufnehmen wollten, lief die Situation aus dem Ruder: Der junge Mann wehrte sich vehement gegen die Beamten und schlug einem Polizisten schließlich zweimal mit der Faust ins Gesicht. Anschließend flüchtete er in die Wohnung.

Statt den 20-Jährigen zur Vernunft zu bringen, solidarisierten sich viele Familienmitglieder mit ihm. Sie schrien die Polizisten aggressiv an und "störten massiv die Maßnahmen der Polizei".

Nachdem es den Beamten gelungen war, den 20-jährigen Faustschläger zu ergreifen, eskalierte die Situation dann völlig: Drei bosnische Familienmitglieder (m 19, m 21), darunter auch der 38-jährige Wohnungsbesitzer, gingen auf die Einsatzkräfte los. Doch der Widerstand brachte rein gar nichts - den Beamten gelang es, die "Hauptaggressoren" zu ergreifen und aus der Wohnung zu führen. Damit war die Verlobungsfeier endgültig beendet.

"Alle vier Männer erhalten Strafanzeigen und verbrachten die Nacht im polizeilichen Gewahrsam", teilte die Polizei mit. Das Ordnungsamt habe zudem weitere 23 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Titelfoto: 123rf/Sevak Aramyan

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