Fliegerstaffel erhält Lösch-Säcke gegen Waldbrände in NRW

Düsseldorf - Die Zahl der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Sommern fast verdoppelt. Nun werden Polizei und Feuerwehr aufgerüstet.

Die nordrhein-westfälische Polizei hat neue Löschwasserbehälter für ihre Hubschrauber bekommen.
Die nordrhein-westfälische Polizei hat neue Löschwasserbehälter für ihre Hubschrauber bekommen.  © Marcel Kusch/dpa

Die Fliegerstaffel der Polizei soll damit die Feuerwehr aus der Luft beim Löschen von Waldbränden unterstützen. Die sogenannten "Bambi Buckets" wurden am Dienstag in Düsseldorf präsentiert.

Die Behälter wurden im vergangenen Jahr angeschafft. 880.000 Euro haben diese und die notwendigen Schulungen der Piloten gekostet, teilte das NRW-Innenministerium mit.

Die Anzahl der Brände in Heide, Moor, Feld und Wald habe sich in den vergangenen Sommern fast verdoppelt. Die "Bambi Buckets" seien eine Antwort auf den Klimawandel. Die Feuerwehr werde deshalb ebenfalls besser ausgestattet.

Die Fliegerstaffel der nordrhein-westfälischen Polizei fliegt durchschnittlich rund 2000 Einsätze pro Jahr im bevölkerungsreichsten Bundesland. 

Sie ist an den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund stationiert.

Erster Praxiseinsatz bei Waldbrand in Gummersbach

Drei Hubschrauber sollen künftig für die Löschung von Waldbränden bereitstehen.
Drei Hubschrauber sollen künftig für die Löschung von Waldbränden bereitstehen.  © Marcel Kusch/dpa

Zum ersten Mal seien die Behälter am 20. April bei einem Waldbrand bei Gummersbach zum Einsatz gekommen.

Damals seien mehr als 1000 Brandbekämpfer im Einsatz gewesen, um das Feuer einzudämmen, teilte das Ministerium in einem Bericht an den Landtag mit.

Die Polizeifliegerstaffel flog demnach 18 Durchgänge und setzte dabei 13.000 Liter Wasser aus der Aggertalsperre ein. Ein Aufklärungshubschrauber habe mit Wärmebildkameras einen weiteren Waldbrand im Bereich Meinerzhagen entdeckt.

Bei einem Einsatz im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bei Viersen sei insgesamt eine Fläche von ungefähr 200 Hektar überwiegend auf niederländischer Seite betroffen gewesen. 

Dabei sei eine 7,5 Kilometer lange Schlauchleitung in das Einsatzgebiet verlegt werden. Insgesamt 1600 Helfer waren den Angaben nach im Einsatz. Aus der Luft seien 35.000 Liter Wasser auf den Brand geschüttet worden.

Weil die Hubschrauber der NRW-Polizei alle im Einsatz gewesen seien, sei am 20. April ein Polizeihubschrauber aus Rheinland-Pfalz angefordert worden. 

Nach der Fortbildung weiterer Piloten sollen künftig zeitgleich drei Polizeihubschrauber zur Brandbekämpfung zur Verfügung stehen. Zudem soll künftig verstärkt auf die Geländefähigkeit von Tanklöschfahrzeugen und Schlauchwagen geachtet werden.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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