Erschossen, geköpft, gequält: Hühner-Horror durch brutale Tierquäler

Ingelheim - Es sind Schilderungen, die jedem Tierfreund mächtig zusetzen. In den vergangenen Wochen und Monaten sollen sich ein oder mehrere bislang Unbekannte an Hühnern und Hähnen in einem Tiergehege in Rheinland-Pfalz brutal vergangen haben.

Gleich siebenmal wurde das Gehege bei Ingelheim zum Ziel der Tierquäler. (Symbolfoto)
Gleich siebenmal wurde das Gehege bei Ingelheim zum Ziel der Tierquäler. (Symbolfoto)  © 123RF/Monticello

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Ingelheim im Landkreis Mainz-Bingen am Montagnachmittag berichtete, sei es im Laufe dieses Jahres immer wieder zu ähnlich abgelaufenen Vorfällen in ein- und demselben Gehege gekommen.

Dieses befinde sich in etwas abgelegener Lage zwischen Ingelheim und dem Ortsteil Groß-Winternheim in unmittelbarer Nähe des dort verlaufenen Selztalradweges. In dem Gehege sei es laut Polizeiangaben seit April insgesamt siebenmal zu Übergriffen auf die dort untergebrachten Tiere, bei denen es sich weitestgehend um Hühner und einen Hahn handelte, gekommen.

Das Vorgehen war dabei äußerst martialisch. So sollen die Täter zunächst den Zaun zum schwierig zu erreichenden Gehege durchtrennt und den Tieren dort bei lebendigem Leibe die Schwanzfedern herausgezogen haben, sodass blutige Wunden entstanden.

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Doch damit nicht genug: Des Weiteren wurden dem Hahn gleich mehrfach die Krallen herausgerissen. Letztlich wurde einige Hühner durch Köpfen, Genickbrechen oder auch Erschießen getötet. Zudem entwendeten die Tierquäler Hühnerfutter, Eier und auch lebende Wachteln.

Vor allem beschäftigen die zuständigen Ermittler die Fragen, ob potenzielle Augenzeugen in den letzten Wochen und Monaten verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder mit Menschen in ihrem Umfeld zu tun hatten, die in der Vergangenheit damit prahlten, Hühner gequält zu haben.

Brutale Misshandlungen von Hühnern und Hähnen: Täter entwendeten auch Wachteln, Eier und Futter

Wer zielführende Hinweise zu dem oder den möglichen Tätern geben kann, soll sich an die Ingelheimer Polizeiinspektion wenden.

Möglich ist das per E-Mail oder unter der Rufnummer 06132/65510.

Titelfoto: 123RF/Monticello

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