Irre Verfolgungsjagd! Mann rast auf Polizisten zu, Beamter schießt

Wismar - Dramatische Szenen auf der A20 in Mecklenburg-Vorpommern: Eine Verfolgungsfahrt endete mit Schüssen aus der Dienstwaffe eines Polizisten.

Eigentlich wollten die Beamten nur zwei Autos kontrollieren. (Symbolbild)
Eigentlich wollten die Beamten nur zwei Autos kontrollieren. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Beamte aus Schleswig-Holstein waren am Donnerstag in einem Zivilfahrzeug auf der Autobahn in Richtung Rostock unterwegs, teilte die Polizei mit.

Gegen 5.40 Uhr hatten die Polizisten auf dem Parkplatz Schönberger Land zwei auffällige Audis bemerkt und wollten sie kontrollieren.

Doch das wollten die Fahrer nicht und flüchteten lieber mit hoher Geschwindigkeit in Fahrtrichtung Rostock.

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Das zivile Polizeifahrzeug nahm die Verfolgung auf und forderte Verstärkung an. In Höhe der Anschlussstelle Wismar-Mitte errichteten die Beamten eine Straßensperre. Die Stelle ist etwa 41 Kilometer vom Parkplatz Schönberger Land entfernt und kann bei normaler Fahrweise in rund 24 Minuten zurückgelegt werden.

Den Beamten gelang es eines der geflüchteten Autos an der Sperre anzuhalten. Für den polnischen Fahrer endete die Fahrt mit einer vorläufigen Festnahme.

Polizisten finden zweiten Fahrer erst nach Stunden

Auch von einer Polizeiabsperrung der Autobahn ließ sich der Flüchtige nicht beeindrucken. (Symbolbild)
Auch von einer Polizeiabsperrung der Autobahn ließ sich der Flüchtige nicht beeindrucken. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der zweite Audi ließ sich von der Absperrung wenig beeindrucken. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr der Wagen auf einen dort stehenden Beamten zu. Der Polizist sprang rechtzeitig zur Seite und blieb unverletzt.

"In diesem Zusammenhang gab er Schüsse auf das fahrende Auto ab", sagte eine Polizeisprecherin. Der Audi durchbrach die Absperrung und fuhr weiter. Wenig später wurde das Auto etwa sieben Kilometer entfernt im Bereich um Groß Stieten an der B106 gefunden. Der Fahrer war getürmt.

Mithilfe eines Polizeihubschraubers und eines Fährtenhundes konnte ein Mann gegen 13 Uhr gefunden werden. Bei ihm soll es sich um den Fahrer des Wagens handeln. Er stammt ebenfalls wie der andere Festgenommene aus Polen.

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Was die beiden Audi-Fahrer zur Flucht und der wilden Verfolgungsfahrt bewog, ist völlig unklar. Die Polizei ermittelt in dem Fall. Nach derzeitigem Stand gab es keine Verletzten bei dem Einsatz.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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