Irrsinn-Aktion auf Saar-Brücke: Bundespolizei staunt bei Erklärung

Konz - Leichtsinn, Abenteuerlust oder romantischer Gedanke? Angesichts des Fotos aus der rheinland-pfälzischen Gemeinde Konz (Landkreis Trier-Saarburg) mag man wohl eher Ersteres denken.

Am Dienstagabend entschloss sich ein 28-jähriger Mann im rheinland-pfälzischen Konz zu einem kuriosen Spaziergang.
Am Dienstagabend entschloss sich ein 28-jähriger Mann im rheinland-pfälzischen Konz zu einem kuriosen Spaziergang.  © Bundespolizei Trier

Wie die Bundespolizeiinspektion Trier am Mittwoch mitteilte, kam ein 28-jähriger Mann auf eine etwas ungewöhnliche Idee für einen Spaziergang.

Gegen 21.30 Uhr entschloss sich der junge Mann, auf den Rundbogenträger der Konzer Eisenbahnbrücke, die über die Saar führt, zu klettern.

Laut einem Bericht der Zeitung "Trierischer Volksfreund" befindet sich der Brückenbogen etwa 15 bis 20 Meter über der Wasseroberfläche der Saar, die unmittelbar nach dieser Stelle in die Mosel mündet.

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Eine Polizeistreife konnte die leichtsinnige Aktion beobachten und ein Beweisfoto schießen. Kurz darauf griffen die Beamten ein und holten Bruder Leichtfuß von der Brücke herunter.

Als sei dies nicht schon genug, hatte der 28-Jährige auch noch eine wahnwitzige Erklärung für seinen todesmutigen Spaziergang. Dem Bericht der Polizei zufolge wollte er sich "nur den Sonnenuntergang anschauen".

Nach einer eingehenden Belehrung über die wahre Gefährlichkeit seines Kletterausflugs und dem Erteilen einer Geldstrafe als Verwarnung durfte der Tunichtgut wieder nach Hause gehen.

Bundespolizei mit einer ausdrücklichen Warnung hinsichtlich Bahnanlagen

Der Zugverkehr musste auf der Strecke laut Stefan Döhn nicht ausgesetzt werden. Der Bundespolizeisprecher wies allerdings darauf hin, dass der Mann außerordentliches Glück gehabt habe und sich in tödliche Gefahr gebracht hatte. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes der Saar wäre ein Sturz in das kalte Nass wohl nicht gut für ihn ausgegangen. Außerdem könne das unbefugte Betreten von Bahnanlagen wegen der Stromleitungen zu lebensgefährlichen bis tödlichen Verletzungen führen.

Die Bundespolizei warnt daher ausdrücklich davor, Bahnanlagen oder Bahngleise zu betreten und nur an ausgewiesenen Stellen ebensolche zu überqueren.

Titelfoto: Bundespolizei Trier

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