Jugendliche schubsen Lokführer ins Gleisbett und prügeln ihn krankenhausreif

Eitorf/Rhein-Sieg-Kreis - Am Sonntagmorgen haben zwei Jugendliche einen Lokführer (45) am Bahnhof Eitorf vor einen stehenden Zug in das Gleisbett geschubst und mit anschließenden Tritten gegen den Kopf schwer verletzt.

Zwei Jugendliche haben am Sonntag einen Lokführer (45) am Bahnhof Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) vor einen Zug geschubst und anschließend mit Tritten gegen seinen Kopf verletzt. (Symbolbild)
Zwei Jugendliche haben am Sonntag einen Lokführer (45) am Bahnhof Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) vor einen Zug geschubst und anschließend mit Tritten gegen seinen Kopf verletzt. (Symbolbild)  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Der 45-jährige Lokführer hatte eine Gruppe lautstark grölender Jugendlicher nach Angaben der Polizei am frühen Sonntagmorgen gegen 3.45 Uhr auf dem Weg zur Arbeit bemerkt. "Er zeigte Zivilcourage und sprach die jungen Männer an", wie ein Sprecher schilderte.

Einer der Jugendlichen fühlte sich dadurch derart provoziert, dass sich aus dem zunächst verbalen Streitgespräch eine handfeste Auseinandersetzung entwickelte.

Zwei unbekannte Jugendliche begannen in der Folge "auf den 45-jährigen Eitorfer einzuschlagen und traten ihn so stark, dass er ins Gleis fiel - glücklicherweise vor die zwischenzeitlich eingefahrene, aber bereits stehende S-Bahn", erläuterte ein Polizeisprecher.

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Statt nun von ihrem Opfer abzulassen, legten die Jugendlichen nach, sprangen ihrem Opfer ins Gleisbett hinterher und traten wiederholt gegen seinen Kopf. Der 45-Jährige erlitt bei der Attacke schwere Gesichtsverletzungen.

Laut Polizei kam der Lokführer der stehenden S-Bahn seinem Kollegen im Gleisbett zu Hilfe und schrie die Täter an. Diese ergriffen daraufhin die Flucht, wobei sie obendrauf auch noch den Rucksack des Lokführers mitnahmen.

Wenig später fanden die Beamten einen 16-Jährigen versteckt in einem Gebüsch in der Nähe des Bahnhofs. Der Jugendliche führte die Polizei zu dem weggeworfenen Rucksack.

Ob der 16-Jährige an der Tat beteiligt sei, werde noch ermittelt, teilte die Polizei weiter mit.

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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