Fast tödliche Kampfhunde-Attacke gegen Teenager: Urteil wird überprüft

Heidelberg/Leimen - Ein Jahr nach der beinahe tödlichen Attacke zweier Kampfhunde auf einen Teenager in Leimen ist der Fall rechtlich noch nicht abgeschlossen. 

Zwei Kampfhunde zogen den Teenager vom Fahrrad und bissen ihn am ganzen Körper. (Symbolbild)
Zwei Kampfhunde zogen den Teenager vom Fahrrad und bissen ihn am ganzen Körper. (Symbolbild)  © Peter Förster/zb/dpa

Zwar hat der vom Landgericht Heidelberg wegen schwerer Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilte Haupttäter die Revision zum Bundesgerichtshof zurückgezogen.

Aber die zwei anderen zu Bewährungsstrafen verurteilten jungen Männer wollen nach Angaben des Landgerichts weiter in der zweiten Instanz gegen die Entscheidung vom Dezember 2019 vorgehen.

Bei dem einen handelt es sich um den Bruder des Haupttäters und Besitzer der Hunde, der seinem minderjährigen Bruder die Hunde verbotswidrig und ohne die vorgeschriebenen Maulkörbe überlassen hatte. Der andere ist ein Begleiter des Haupttäters beim Spaziergang mit den Tieren auf offenem Gelände in Leimen. (TAG24 berichtete)

Wann sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigt, ist noch unklar. Das Gericht wird das Urteil des Landgerichts auf Rechtsfehler überprüfen, den Fall an sich also nicht mehr aufrollen.

Das Opfer erlitt langfristig entstellende Verletzungen

Pfingstmontag vor einem Jahr hatte ein damals 16-Jähriger während eines Spaziergangs in Leimen die Hunde auf einen vorbeifahrenden Radler losgehen lassen. 

Die Tiere zogen den Teenager vom Rad und bissen ihn am ganzen Körper mit der Folge langfristig entstellender Verletzungen. 

Der Fall machte Schlagzeilen, weil das damals 15-jährige Opfer nur haarscharf dem Tode entronnnen war.

Titelfoto: Peter Förster/zb/dpa

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