Karriere-Aus nach rassistischem Chat: Polizist zieht vor Gericht

Gießen - Das Verwaltungsgericht Gießen verhandelt an diesem Mittwoch (9.30 Uhr) die Klage eines Mannes, der nicht in den hessischen Polizeidienst übernommen worden ist.

Dem Kläger wurde wegen dem Chat die Übernahme in den gehobenen Polizeidienst verwehrt (Symbolfoto).
Dem Kläger wurde wegen dem Chat die Übernahme in den gehobenen Polizeidienst verwehrt (Symbolfoto).  © Boris Roessler/dpa

Nach dem abgeschlossenen Vorbereitungsdienst sei die Übernahme in den gehobenen Polizeidienst abgelehnt worden, weil der Kläger an einem Chat mit rassistischen und menschenverachtenden Inhalten beteiligt gewesen sein soll, erläuterte ein Gerichtssprecher den Hintergrund des Verfahrens.

Weitere Details zu der Chatgruppe wurden zunächst nicht bekannt. Eine Entscheidung in dem Fall soll noch am Mittwoch nach der mündlichen Verhandlung verkündet werden.

Die Polizei in Hessen und einige ihrer Angehörigen sind in der Vergangenheit wiederholt wegen Chats mit rassistischen oder rechtsextremen Inhalten in die Schlagzeilen geraten.

Zuletzt wurden derartige Nachrichten beim Spezialeinsatzkommando (SEK) des Frankfurter Polizeipräsidiums aufgedeckt, das daraufhin von Innenminister Peter Beuth (CDU) aufgelöst wurde.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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