Betrug im Corona-Testzentrum: Machte sich Betreiber unrechtmäßig die Taschen voll?

Kassel/Baunatal - Polizei und Staatsanwaltschaft in Kassel ermitteln wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs gegen den Inhaber von zwei Corona-Testzentren in den hessischen Städten Kassel und Baunatal (Landkreis Kassel).

Bereits am Freitag durchsuchte die Polizei die zwei Testzentren sowie weitere Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten. (Symbolfoto)
Bereits am Freitag durchsuchte die Polizei die zwei Testzentren sowie weitere Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten. (Symbolfoto)  © dpa/Boris Rössler

Wie die Ermittlungsbehörden in einer gemeinsamen Erklärung am Montag mitteilten, wurden in diesem Zusammenhang am vergangenen Freitag die zwei Testzentren sowie weitere Geschäfts- und Privaträume des Beschuldigten durchsucht.

Der Mann wird demnach verdächtigt, für die Monate ab April 2021 Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in noch unbekannter Höhe zu Unrecht abgerechnet zu haben.

Für die für April bis Juni 2021 abgerechneten Tests habe er von der Kassenärztlichen Vereinigung bereits einen mittleren sechsstelligen Betrag erhalten.

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Den Anteil der mutmaßlich zu Unrecht abgerechneten Leistungen schätzen die Ermittler auf mindestens 52.000 Euro. Für diese Summe wurde ein sogenannter Vermögensarrest zur Sicherung von Forderungen gegen den Beschuldigten erlassen.

Die Auszahlung von weiteren Geldern für bereits in Rechnung gestellte Testleistungen ab Juli 2021 konnte den Angaben zufolge verhindert werden.

Polizei schätzt die zu unrecht ausgezahlte Summe auf mindestens 52.000 Euro

Der Tatverdächtige betrieb zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal. (Symbolfoto)
Der Tatverdächtige betrieb zwei Corona-Testzentren in Kassel und Baunatal. (Symbolfoto)  © dpa/Philipp Schulze

Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Titelfoto: Montage: DPA/Boris Rössler, DPA/Philipp Schulze

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