Politisch motivierte Tat? Feuer an Haus von Studentenverbindung gelegt

Kassel - War es ein politisch motivierter Gewaltakt? Am Silvesterabend zündeten Unbekannte Böller und sorgten damit für einen Brand am Haus der Studentenverbindung Kasseler Burschenschaft Germania in der nordhessischen Metropole Kassel. Neben der Polizei ermittelt nun auch der Staatsschutz.

Die Polizei hofft nach dem Brandanschlag auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung. (Symbolfoto)
Die Polizei hofft nach dem Brandanschlag auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung. (Symbolfoto)  © 123RF/majestix77

Wie Pressesprecherin Ulrike Schaake von der nordhessischen Polizei am Montag berichtete, sei es am Freitag gegen 21.25 Uhr zu dem Brandanschlag auf das Gebäude in der Wolfsangerstraße im Kasseler Stadtteil Wolfsanger gekommen.

Demnach hätten bislang unbekannte Täter einen Böller in den Briefkasten des Hauses geworfen, der darin explodierte und selbigen komplett zerstörte. Kurz nach dem heftigen Knall bemerkte ein Anwohner das Feuer und alarmierte die Feuerwehr.

Die leitete umgehend die Löscharbeiten ein, konnte aber den entstandenen Sachschaden von rund 1000 Euro an der verrußten Hauswand und dem Briefkasten nicht verhindern. Wer es war und um wie viele Täter es sich handelte, ist bislang ebenso wenig bekannt wie die Motivation hinter dem Brandanschlag.

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Der ebenfalls am Tatort angerückten Polizei war es nicht mehr möglich, verdächtige Personen in der Wolfsangerstraße festzunehmen.

Der Zwischenfall kurz vor dem Jahreswechsel war keinesfalls der erste derartige Vorfall, der sich am Verbindungshaus der Kasseler Burschenschaft Germania ereignete. Bereits im August 2020 war es zu einer Attacke mit Farbbeuteln auf das Gebäude gekommen.

Polizei sucht Zeugen, Staatsschutz ermittelt

Da die Ermittler eine politisch motivierte Tat im Fall der Geschehnisse des Silvesterabends weiterhin nicht ausschließen können, hat sich auch die Kriminalinspektion Staatsschutz in den Fall eingeschaltet und die weiteren Ermittlungen übernommen. Darüber hinaus hoffen die Ordnungshüter auf hilfreiche Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeugen, die weitere Angaben zu dem Brandanschlag an der Kasseler Studentenverbindung machen können, sind dazu angehalten, sich unter der Rufnummer 0561/9100 an das nordhessische Polizeipräsidium zu wenden.

Titelfoto: 123RF/majestix77

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