Fiese Masche "Sextortion": Polizei warnt vor Erpressung mit intimen Fotos

Kassel - Die Polizei in Nordhessen warnt vor der "Sextortion" genannten Erpressungs-Masche mit intimen Fotos.

Der 22-Jährige hatte mit der Frau im Chat intime Fotos ausgetauscht, kurz darauf meldete sich der Erpresser. (Symbolbild)
Der 22-Jährige hatte mit der Frau im Chat intime Fotos ausgetauscht, kurz darauf meldete sich der Erpresser. (Symbolbild)  © 123RF/sinenkiy

Wie ein Sprecher sagte, häufen sich in jüngster Zeit Anzeigen der Opfer von "Sextortion" - einer Wortkreation aus "Sex" und "Extortion", dem englischen Begriff für "Erpressung".

Einen Fall schilderte der Polizeisprecher im Detail. Betroffen war hier ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel.

Dieser hatte am vergangenen Sonntag über ein Soziales Netzwerk eine Nachricht einer ihm unbekannten, sehr attraktiven jungen Frau erhalten.

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Er antwortete und es kam zu einer längeren Unterhaltung, während der die Frau ihm vorschlug, auf eine Videochat-App zu wechseln. Dafür lud er sich die App herunter und meldete sich dort über eine E-Mail-Adresse, die ihm die Frau gegeben hatte, an.

Während des Chats forderte ihn die Frau dann zum Austausch von intimen Aufnahmen auf. Der 22-Jährige ging darauf ein, dann wurde der Chat abrupt beendet.

"Sextortion": Diese Tipps gibt die Polizei

Kurz darauf bekam der junge Mann Nachrichten von dem Erpresser. Er solle 500 Euro an ein ausländisches Konto überweisen, ansonsten würden die intimen Aufnahmen an alle Freunde im Sozialen Netzwerk geschickt und außerdem bei einer Videoplattform hochgeladen. Daraufhin wendete sich der 22-Jährige an die Polizei.

Diese gibt folgende Tipps zum Schutz vor sexueller Erpressung:

  • keine Freundschaftsanfragen fremder Personen annehmen
  • regelmäßig Account- und Privatsphäre-Einstellungen überprüfen
  • Vorsicht bei der Veröffentlichung persönlicher Daten
  • nicht vorschnell Videochats zustimmen, im Zweifel die Chatkamera zukleben
  • keine intimen Fotos austauschen, wenn man die Person erst seit Kurzem kennt
  • zum Schutz vor Malware, die unbemerkt die Chatkamera aktivieren kann, Betriebssystem und Virenschutz aktuell halten

Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor "Sextortion" stellt die Polizei auch auf der Webseite www.polizei-beratung.de zur Verfügung.

Titelfoto: 123RF/sinenkiy

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