Keine Ruhe im Herrenwald: Polizei entfernt Zelt von Umweltaktivisten

Stadtallendorf - Mit einer Protestaktion haben Gegner des Weiterbaus der Autobahn 49 im Herrenwald bei Stadtallendorf ihren Widerstand gegen das Projekt bekräftigt.

Polizisten tragen einen Demonstranten weg, der im Herrenwald bei Stadtallendorf gegen die Rodung von Bäumen für den Ausbau der A49 protestierte.
Polizisten tragen einen Demonstranten weg, der im Herrenwald bei Stadtallendorf gegen die Rodung von Bäumen für den Ausbau der A49 protestierte.  © dpa/Carolin Eckenfels

Mehrere Aktivisten hätten ein Zelt auf der gerodeten Schneise errichtet, die durch das Waldstück im Landkreis Marburg-Biedenkopf führt, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Das am Wochenende errichtete Zelt sei entfernt worden. Auch sei ein Seil quer über die künftige Autobahntrasse gespannt worden. In einer an dem Seil befestigten Hängematte harre ein Aktivist aus.

Die Person sei aus Sicherheitsgründen zunächst nicht heruntergeholt worden, sagte der Polizeisprecher. Da es sich um eine Baustelle handele, könnten die Aktionen nicht geduldet werden. Zuvor hatte die Bild-Zeitung online über das Thema berichtet.

Im Herrenwald, im nahe gelegenen Dannenröder Forst sowie im Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis waren Bäume für den Weiterbau der A49 gerodet worden. Die Autobahn soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden.

Gegen die Baumfällungen protestierten Umwelt- und Klimaschützer, die Baumhäuser und Barrikaden errichtet hatten, um die Arbeiten zu verhindern oder aufzuhalten.

Zelt von Umweltaktivisten entfernt, ein weiterer verschanzt sich in Hängematte

Eine Aktivistin hängt im Maulbacher Wald in einer Hängematte in einem Baum.
Eine Aktivistin hängt im Maulbacher Wald in einer Hängematte in einem Baum.  © DPA/Arne Dedert

Derzeit halten sich nach Angaben des Polizeisprechers nur noch einige wenige Aktivisten vor Ort auf. Die Arbeiten hatten am 1. Oktober begonnen und dauerten bis Anfang Dezember, weiterhin sind aber mehrere Dutzend Polizisten vor Ort.

Sie begleiten und überwachen Restarbeiten, wie den Abtransport gefällter Bäume sowie Mahnwachen oder Versammlungen von A49-Gegnern.

Titelfoto: dpa/Carolin Eckenfels

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