Mann verweigert Quarantäne: Drei Polizisten bei Einsatz in Gemeinschafts-Unterkunft verletzt

Kitzingen - Bei einem Polizeieinsatz in einer Gemeinschaftsunterkunft im unterfränkischen Kitzingen sind drei Beamte von einem Bewohner verletzt worden.

Als die Beamten den Mann wieder zurück in den Quarantäne-Bereich bringen wollten, leistete der 20-Jährige massiv Widerstand. (Symbolbild)
Als die Beamten den Mann wieder zurück in den Quarantäne-Bereich bringen wollten, leistete der 20-Jährige massiv Widerstand. (Symbolbild)  © 123rf/lassedesignen

Wie ein Sprecher der Polizei in Unterfranken am Mittwoch mitteilte, sei man am Montagabend gegen 23 Uhr vom Sicherheitsdienst der Einrichtung alarmiert worden.

Ein Bewohner, der sich in Corona-Quarantäne befindet, hatte den Quarantäne-Bereich unerlaubt verlassen.

Als die Polizisten eintrafen, hielt sich der 20-Jährige in seinem regulären Zimmer auf. Dort forderten ihn die Beamten auf, in den Quarantäne-Bereich zurückzukehren.

Wie der Sprecher weiter sagte, habe sich der Mann aber geweigert und schließlich nach den Polizisten getreten, woraufhin diese Pfefferspray einsetzten. Bei dem Handgemenge seien die drei Beamten leicht verletzt worden.

Im Anschluss sei die Stimmung anderer Bewohner der Einrichtung immer aggressiver und der Feueralarm ausgelöst worden, was die Beamten dazu veranlasst habe, Verstärkung zu rufen.

Mann wird festgenommen und versucht sich in seiner Zelle zu strangulieren

Der 20-Jährige wurde mit auf die Wache genommen, wo er dann versucht haben soll, sich in der Zelle zu strangulieren. Er sei schließlich in ein Krankenhaus gebracht worden.

Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen das Infektionsschutzgesetz, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Titelfoto: 123rf/lassedesignen

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