37-Jähriger will Kleinlaster überführen, doch der ist nur noch Schrott

Koblenz - Auf der Autobahn 3 bei Koblenz hat die Polizei einen komplett fahruntüchtigen Klein-Laster, der sich gerade auf einer Überführungs-Fahrt befunden hatte, aus dem Verkehr gezogen.

Ein beschädigter Fahrersitz und durchgerostete Stellen waren nur zwei der vielen festgestellten Mängel.
Ein beschädigter Fahrersitz und durchgerostete Stellen waren nur zwei der vielen festgestellten Mängel.  © Bild-Montage: Verkehrsdirektion Koblenz

Passiert ist das Ganze bereits am vergangenen Mittwoch (2. September), wie die Polizei am Montag berichtete.

Demnach war den Beamten der Schwerverkehrs-Kontrolle der Klein-Laster mit roten Händler-Kennzeichen am Mittwochabend gegen 22.40 Uhr aufgefallen, weil der Fahrer den Lkw sehr unsicher fuhr und ihn immer wieder kurzzeitig über den Standstreifen lenkte.

Bei der anschließenden Kontrolle auf dem Rastplatz Montabaur konnten dann zwar bei dem aus einem südosteuropäischen Land stammenden Mann keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum festgestellt werden. Dafür erwies sich der Laster als totaler Schrotthaufen.

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Nach Angabe des Fahrers sollte dieser mit den angebrachten roten Kennzeichen eines deutschen Unternehmens von Süddeutschland aus ins Ruhrgebiet überführt werden.

Da an dem Laster aber bereits auf den ersten Blick gravierende technische Mängel - zum Beispiel ein beschädigter Fahrersitz, durchgerostete Stellen und starker Ölverlust an Getriebe und Hinterachse - festgestellt wurden, untersagten die Kontrolleure die Weiterfahrt.

Kontrolleure stellen "erschreckendes Gesamtbild" fest

Am Freitag darauf wurde der Lkw dann einer genaueren Kontrolle unterzogen. Dabei stellten die Beamten weitere erhebliche Mängel fest: unter anderem funktionierte die Handbremse überhaupt nicht, auch die Bremsscheiben hatten allenfalls eine mangelhafte Bremswirkung.

Insgesamt habe der Wagen, so die Polizei, ein "erschreckendes Gesamtbild" abgegeben.

Der Fahrer sah auch ein, dass der Laster nicht fahrtüchtig war und ließ ihn von einem Transporter abholen.

Gegen ihn wurde ein Bußgeld-Verfahren eingeleitet. Die genutzten roten Händler-Kennzeichen wurden einbehalten. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen noch an.

Titelfoto: Bild-Montage: Verkehrsdirektion Koblenz

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