Laster nach Unfall total kaputt, Fahrer setzt Transport trotzdem fort

Koblenz/Wiesbaden - Obwohl er im Raum Wiesbaden mit seinem Sattelschlepper einen Unfall gebaut hatte und das Gespann eigentlich nicht mehr fahrtüchtig war, hat ein Lkw-Fahrer seinen Transport fortgesetzt.

Die Felge des hinteren Rads der Zugmaschine war deformiert und der Reifen platt. Rechts vorne war unter anderem die Beleuchtung abgerissen.
Die Felge des hinteren Rads der Zugmaschine war deformiert und der Reifen platt. Rechts vorne war unter anderem die Beleuchtung abgerissen.  © Bild-Montage: Verkehrsdirektion Koblenz

Der mit leeren Verpackungsboxen beladene Sattelzug eines deutschen Unternehmens wurde dann auf einem Rastplatz an der Autobahn 3 in der Nähe von Koblenz am vergangenen Mittwoch von der Polizei aus dem Verkehr gezogen, da er durch den Unfall erhebliche Schäden davongetragen hatte. Das teilte ein Sprecher der Verkehrsdirektion Koblenz am Freitag mit.

Demnach war der Fahrer des Sattelzuges am Dienstag in einen Unfall verwickelt, bei dem vor allem die Zugmaschine vorne rechts stark beschädigt wurde.

Auch war an einem der Räder an der Hinterachse die Felge stark deformiert und der Reifen aufgeschnitten. Außerdem fehlte vorn rechts die Beleuchtung, eine Spurstange war abgebrochen.

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Wie der Polizeisprecher weiter mitteilte, hätte der Fahrer den Lkw eigentlich abschleppen und reparieren lassen müssen. Stattdessen wechselte er nur die Spurstange aus und machte sich auf den Weg zum Firmensitz in der Nähe von Köln.

Bei der Fahrt hätte der Laster jederzeit das beschädigte Rad an der Hinterachse verlieren können. Auch freiliegende, scharfkantige Teile sowie die fehlende Beleuchtung stellten laut Polizei eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Also wurde dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt und der Sattelzug mit einer Sperrkette gesichert. Der Mann und das Unternehmen, für das er arbeitet, erhielten Anzeigen.

Titelfoto: Bild-Montage: Verkehrsdirektion Koblenz

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