Mann transportiert 350.000 Euro im Ersatzrad und weiß nicht, wo es herkommt

Koblenz - Ein 37 Jahre alter Mann hat auf der Autobahn 61 im Ersatzrad seines Wagens 350.000 Euro transportiert.

Die Zollbehörde spricht von einem sehr ungewöhnlichen Fund (Symbolbild).
Die Zollbehörde spricht von einem sehr ungewöhnlichen Fund (Symbolbild).  © Hauptzollamt Koblenz

"Dass man Rauschgift im Ersatzrad eines Fahrzeuges findet, kommt schon mal vor, aber Bargeld wurde bisher bei uns im Bezirk noch nicht in einem Ersatzrad gefunden", teilte Thomas Molitor, Pressesprecher des Hauptzollamtes Koblenz, am Donnerstag mit.

Demnach hatten Zollbeamte den Mann am vergangenen Donnerstag auf der Autobahn 61 kontrolliert. Er gab an, auf dem Weg nach Italien zu sein. In einem Rucksack fanden die Zöllner 1300 Euro.

Bei der weiteren Kontrolle des Autos stellten die Beamten am Ersatzrad ungewöhnliche Montagespuren fest. Da von außen aber nichts zu erkennen war, kam ein Röntgenmobil zum Einsatz.

Dabei wurden dann den Angaben zufolge Fremdkörper im Inneren des Reifens sichtbar. Der 37-Jährige gab an, von dem Inhalt nichts zu wissen.

Im Ersatzrad fanden die Beamten die 350.000 Euro, teilweise verpackt, teilweise lose. Da die Herkunft des Geldes nicht festgestellt werden konnte, wurde es sichergestellt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen laufen.

Nach Angaben des Hauptzollamts muss jeder, der mit 10.000 Euro oder mehr aus der EU nach Deutschland einreist, aus- oder durchreist, unter anderem die Herkunft und den Verwendungszweck des Geldes darlegen.

Eine entsprechende Ordnungswidrigkeit könne mit einer Geldbuße von bis zu einer Million Euro geahndet werden.

Titelfoto: Hauptzollamt Koblenz

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