Ein Blick auf die Ladefläche dieses Lkw auf der A3 beschert der Polizei Kopfzerbrechen

Heiligenroth - Dreistigkeit siegt eben doch nicht immer - zumindest im Straßenverkehr. Denn im Rahmen einer ausführlichen Verkehrskontrolle auf der Autobahn 3 durch die Verkehrsdirektion Koblenz wurden am Montag so einige Verstöße ans Tageslicht gebracht. Vor allem die größten Verkehrsteilnehmer fielen dabei mitunter besonders negativ auf.

Defekte Gurte, poröse Reifen: An diesem Lastwagen war fast nichts in akzeptablem Zustand.
Defekte Gurte, poröse Reifen: An diesem Lastwagen war fast nichts in akzeptablem Zustand.  © Montage: Verkehrsdirektion Koblenz

So berichtete ein Sprecher der Koblenzer Polizei am Dienstagnachmittag, dass das Kabinett der Verkehrssünden gegen 10 Uhr am Montagmorgen in Form eines Sattelzuges, welcher einem osteuropäischen Unternehmen gehörte, ins Rollen kam.

Bei der genaueren Begutachtung des Fahrzeuges fiel umgehend auf, dass die rund zehn Tonnen Fracht, die über Spanien in das Ruhrgebiet transportiert werden sollten, nur äußerst sporadisch und somit unzureichend und vor allem verkehrsgefährdend gesichert waren.

Doch neben zu wenigen oder komplett fehlenden Zurrgurten hatte der Lkw noch weitere Mängel in petto. So wiesen die Reifen an der Vorderachse des Brummis deutliche Schäden auf und auch die Sicherheitsgurte hatten bereits ihre besten Tage hinter sich.

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Da zudem auch noch an der Abgas- und AdBlue-Anlage des Lasters herumgedoktert worden war, führte schließlich kein Weg an einer Anzeige und einem Bußgeld sowie einer direkten Fahrt in eine nahegelegene Fachwerkstatt vorbei.

Nur zwei Stunden später ging der unerfreuliche Reigen dann direkt weiter.

Fazit der Verkehrskontrolle auf der A3: Auch deutsche Unternehmen setzen auf mängelbehaftete Lkw

Eine völlig unzureichende Ladungssicherung war für diesen Lkw aus Osteuropa der Grund für ein Verbot der Weiterfahrt.
Eine völlig unzureichende Ladungssicherung war für diesen Lkw aus Osteuropa der Grund für ein Verbot der Weiterfahrt.  © Verkehrsdirektion Koblenz

Gegen 12 Uhr kam den Ermittlern ein Lastwagen eines deutschen Unternehmens unter die Fittiche, der ebenfalls so einiges an Mängeln aufzubieten hatte. Auch hier war zumindest der Sicherheitsgurt der Fahrerseite komplett hinüber, fiel einem der Beamten beim Öffnen der Tür sogar bereits entgegen.

Zudem verlor unter anderen die Hinterachse Öl und einer der Bremsschläuche sei laut des Polizeisprechers überaus porös gewesen - ein Umstand, der im Falle einer Gefahrensituation fatale Folgen haben könnte.

Auch hier führte kein Weg an einer Anzeige sowie einer ausgiebigen Instandsetzung des Lkw vorbei.

Titelfoto: Verkehrsdirektion Koblenz

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