"Polizeigewalt": Video von Polizeieinsatz sorgt auf Twitter für Empörung

Krefeld – Nach einem Polizeieinsatz wegen einem Wohnungsbrand in Krefeld wurde in den Sozialen Medien Kritik an dem Verhalten der Beamten laut. 

Ein Video auf Twitter zeigt, wie eine Polizistin einem Mann mehrfach auf den Kopf geschlagen hat. (Symbolbild)
Ein Video auf Twitter zeigt, wie eine Polizistin einem Mann mehrfach auf den Kopf geschlagen hat. (Symbolbild)  © 123rf/Eugen Thome

Im Internet wird über einen Clip diskutiert, der zeigt, wie ein Mann – aus Sicht der Ermittler der schweren Brandstiftung tatverdächtig – von mehreren Polizisten festgehalten wird.

Er wird dann von einer Beamtin mehrfach auf den Kopf geschlagen. Er habe sich gewehrt und mit einer Zange aus Metall auf die Einsatzkräfte eingeschlagen, teilte die Polizei dazu mit.

Twitter-Nutzer sprachen unter anderem von "Polizeigewalt", einer "Schlägerbande" und mutmaßlich "vorsätzlicher Körperverletzung".

Vorausgegangen war ein Wohnungsbrand. Laut Ermittlern soll der Mann das Feuer selbst gelegt und sich dann geweigert haben, die verrauchte Wohnung zu verlassen. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Wegen schwerer Brandstiftung kam der 47-Jährige in Untersuchungshaft.

Es werde genau geprüft, welche Situation dem in einer Videosequenz festgehaltenen Einsatz vorausgegangen war, in welchem Zustand sich der Festgenommene befand und ob das Verhalten der Beamten zulässig war, sagte Axel Stahl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld.

Staatsanwaltschaft prüft Verhalten der Polizisten

"Der unmittelbare Zwang ist grundsätzlich erstmal ein zulässiges polizeiliches Mittel", fügte Stahl hinzu. Es stelle sich nun die Frage, inwieweit dieser angemessen zur Anwendung gebracht wurde, um den möglicherweise unter Drogen stehenden oder anders psychisch beeinträchtigten Mann unter Kontrolle zu bringen.

Dabei zeige das Video nur einen kleinen Ausschnitt eines dynamischen Geschehens.

Die Polizei Krefeld teilte am Montag zudem mit, es gebe bislang keine personellen Maßnahmen in dem Zusammenhang, sie prüfe den Sachverhalt unter beamtenrechtlichen Aspekten.

Titelfoto: 123rf/Eugen Thome

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