Langfinger am Werk: Kölner Taschendiebe griffen am Wochenende beachtlich zu

Köln – Am vergangenen Wochenende waren in Köln besonderes viele Langfinger am Werk. Die Polizei ermittelt in fünf Fällen. Ein Täter wird noch gesucht.

Einige Trickdiebe schlugen am Kölner Hauptbahnhof zu. (Symbolbild)
Einige Trickdiebe schlugen am Kölner Hauptbahnhof zu. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Bundespolizei hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun, da einige Trickdiebe unterwegs waren und ihren Opfern Geld und andere wertvolle Gegenstände aus den Taschen zogen.

Alle Diebstähle geschahen in der Nacht zum Sonntag oder am Sonntag selbst.

Gegen 2 Uhr ging der erste Anruf bei der Polizei ein. Ein 51-Jähriger hatte sein Handy und Kopfhörer in der Ladestation des Kölner Hauptbahnhofs eingeschlossen. Als er seine Wertgegenstände zwei Stunden später aus dem Schließfach holen wollte, war das Fach leer. Wie die Polizei berichtete, erwähnte er gegenüber ihnen nicht, dass er sich zuvor hatte helfen lassen und sein aufmerksamer Assistent sich offenbar den Zahlencode merkte, um später zurückzukehren.

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All das sahen die Beamten in den Videoaufzeichnungen und fahnden nun nach dem Verdächtigen.

Trickreiche und gewalttätige Diebe

Viele der Taschendiebe kamen glücklicherweise nicht weit und konnten von der Polizei gestellt werden. (Symbolbild)
Viele der Taschendiebe kamen glücklicherweise nicht weit und konnten von der Polizei gestellt werden. (Symbolbild)  © Bildmontage: 123RF/Heiko Kueverling, 123RF/ammentorp

Zwei Stunden später musste die Polizei erneut am Hauptbahnhof tätig werden. Dort stellten sie einen 24-Jährigen, der zuvor einem 19-Jährigen das Handy klaute. Das junge Opfer versuchte noch sein Handy zurückzugewinnen, wurde bei dem Versuch jedoch mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Smartphone konnte kurze Zeit später am Breslauer Platz gefunden werden, da der Tatverdächtige es nach dem Überfall wegwarf. Die Polizei leitete nun ein Verfahren wegen "Räuberischem Diebstahls" ein.

Weiter ging es am späten Sonntagmorgen. Als ein 67-jähriger Kölner sich ein Regal eines Drogeriemarktes am Kölner Hauptbahnhof ansah, stellte sich ein rumänisches Trickdiebstahl-Pärchen so dicht hinter ihn, sodass der 43-jährige Tatverdächtige die Geldbörse aus der Jackentasche des Opfers klauen konnte. Wie die Polizei berichtete, konnten die Videoaufzeichnungen ausgewertet und das Pärchen gestellt werden. Die Geldbörse tauchte so wieder auf, leider bereits ohne Bargeld. Das Pärchen muss sich nun wegen besonders schwerem Diebstahl verantworten.

Eine 20- und eine 21-jährige Frau aus Bosnien-Herzegowina versuchten einem 69 Jahre alten Kölner am Sonntagmittag die Geldbörse aus der Hosentasche zu ziehen. Leider hatten sie die Rechnung ohne die Bundespolizisten gemacht, die sie dabei beobachteten. Während die Zivilfahnder noch das Opfer befragten, sahen die Bundespolizisten, wie die Frauen erneut versuchten einem 64-jährigen Fahrgast in einer U-Bahn den Rucksack zu öffnen.

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Das Diebesduo blieb auch bei diesem Versuch nicht unbemerkt und die Beamten fertigten Strafanzeigen wegen "Versuch des besonders schweren Fall des Diebstahls".

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/Heiko Kueverling, 123RF/ammentorp

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