Leichthubschrauber abgestürzt: Drei Menschen sterben!

Buchen - Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Baden-Württembergs sind drei Menschen ums Leben gekommen.

Der Leichthubschrauber stürzte in einem Wald in Buchen ab.
Der Leichthubschrauber stürzte in einem Wald in Buchen ab.  © Julian Buchner / Einsatz-Report24

Anfangs war unklar, ob es Vermisste gibt.

Am Sonntagnachmittag sagte ein Sprecher der Polizei dann: "Wir gehe davon aus, dass in dem Hubschrauber ein Pilot und zwei Passagiere waren."

Zur Identität der Toten konnte er noch keine Angaben machen. Der einmotorige Helikopter vom Typ Robinson R44 mit vier Sitzen sei aus Richtung Osten gekommen.

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Er war am frühen Nachmittag über einem Wald in Buchen - nahe der Grenze zu Hessen und Bayern - aus zunächst ungeklärter Ursache abgestürzt.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wollten die Absturzstelle untersuchen. Zahlreiche Ermittler der Polizei, der Kriminaltechnik sowie Feuerwehr und ein Staatsanwalt waren vor Ort, wie der Sprecher sagte. "Es geht jetzt nicht mehr ums Suchen, sondern ums Bergen."

Das werde sich vermutlich so lange in den Abend ziehen, dass die Feuerwehr das Gelände ausleuchten müsse.

Mit Ermittlungsergebnissen ist nicht allzu bald zu rechnen. "Das wird schon lange dauern, bis alle Spuren gesichert und ausgewertet sind", erklärte der Polizeisprecher.

Abschlussbericht kann Monate dauern

Einsatzkräfte am Sonntag im Wald bei Buchen.
Einsatzkräfte am Sonntag im Wald bei Buchen.  © Julian Buchner / Einsatz-Report24

Oft brauchen die Ermittler nach solchen Unfällen mehrere Tage, bis sie erste Vermutungen zur Unglücksursache veröffentlichen.

Bis ein endgültiger Abschlussbericht der BFU-Experten vorliegt, vergehen meist mehrere Monate.

Den Anwesenden bot sich ein erschreckendes Bild: "Die Situation ist enorm bedrückend", sagte der Polizeisprecher. "Das Trümmerfeld ist riesig." Es erstrecke sich über mehrere hundert Meter mitten im Wald.

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Einige Wrackteile lagen am Boden, andere hingen in den Bäumen. Während die Reste eines Rotorblatts noch zu erkennen waren, erschienen andere Trümmerteile massiv zusammengedrückt.

Ein Leichnam wurde gut 50 Meter von der Absturzstelle entfernt entdeckt.

Anwohner hatten ein Feuer in dem Wald bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert.

Das Gebiet am Rande der rund 18.000 Einwohner zählenden Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis wird auch von Joggern, Spaziergängern und Mountainbikern genutzt, ist aber kein klassisches Naherholungsgebiet. Der Ortskern von Buchen ist einige Kilometer entfernt. Die Polizei sperrte die Absturzstelle weiträumig ab.

Hubschrauberunfälle sind nach Daten der BFU eher selten. Für das vergangene Jahr weist sie nur vier Unfälle mit Hubschraubern in der zivilen Luftfahrt in Deutschland aus, davon keiner mit Schwerverletzten oder Toten.

2019 gab es der Statistik zufolge fünf Hubschrauberunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten.

Update, 19.18 Uhr: Identität der Opfer und Absturzursache unklar

Am Abend gab es weitere Informationen zu dem Unglück von Seiten der Staatsanwaltschaft sowie der Polizei.

Demnach ist die Absturzursache zur Stunde noch völlig unklar. "Kurz vor 13 Uhr gingen beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Heilbronn zahlreiche Notrufe ein, in denen das Unglück gemeldet wurde", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Wenig später trafen demnach Zeugen sowie Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an der Absturzstelle ein. Diese befindet sich in einem Waldstück zwischen Buchen und Mudau bei Stürzenhardt.

"Mittlerweile sind Spezialisten von Polizei, der zuständigen Staatsanwaltschaft Mosbach, der Rechtsmedizin und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vor Ort", ist weiter zu lesen.

Nun werde ermittelt, wodurch die Maschine vom Typ Robinson R 44 zum Absturz gebracht wurde und um wen es sich bei den drei Toten handelt. Fest steht, dass das Fluggerät im bayrischen Herzogenaurach gestartet war. "Die Maßnahmen an der Unfallstelle dauern an und werden auch am Montag fortgesetzt."

Titelfoto: Julian Buchner / Einsatz-Report24

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