Lebensgefährliche Aktion! Schwarzfahrer will an Zug-Außenseite mitfahren

Leipzig - Am gestrigen Dienstag sorgte ein 30-jähriger Libyer für Aufsehen, der auf besondere Art und Weise von Chemnitz nach Leipzig gelangen wollte.

Die Trittbrettfahrt des 30-Jährigen hätte auch tödlich enden können. (Symbolbild)
Die Trittbrettfahrt des 30-Jährigen hätte auch tödlich enden können. (Symbolbild)  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Zunächst war der Mann auf der Zugfahrt zwischen den beiden Städten aufgefallen, weil er ohne Ticket unterwegs war.

Bei einer Kontrolle flog der 30-Jährige dann auf und musste den Zug verlassen. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Leipzig am Mittwoch mit.

Davon ließ er sich allerdings nicht aufhalten: "Als die Regionalbahn anfuhr, sprang der Libyer auf ein Trittbrett und wollte von außen seine Reise fortsetzten", erzählte Pressesprecher Jens Damrau.

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Glücklicherweise bemerkten andere Reisende die waghalsige Aktion und alarmierten die Zugbegleiterin. Diese musste schließlich die Notbremse ziehen.

Der Mann wurde in den Zug geholt und zum nächsten Halt in Geithain im Landkreis Leipzig mitgenommen, wo er von der Polizei in Empfang genommen wurde.

Die Bundespolizei Leipzig ermittelt nun wegen Erschleichen von Leistungen und des Verstoßes gegen die Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung gegen den 30-Jährigen. "Dieser Verstoß kann in bestimmten Fällen bis zu 50.000 Euro kosten", so Damrau.

Dieser Vorfall verursachte rund 90 Minuten Verspätung bei zwei Zügen.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

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