Totes Baby gefunden: Mann öffnet Kühltruhe und alarmiert die Polizei

Lichtenstein - Nach dem Fund eines toten Babys in Lichtenstein (Kreis Reutlingen) wird gegen eine 46-Jährige wegen des Verdachts der Aussetzung mit Todesfolge ermittelt. 

Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass die 46-Jährige die Mutter des Mädchens ist. (Symbolbild)
Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass die 46-Jährige die Mutter des Mädchens ist. (Symbolbild)  © picture alliance/Marijan Murat/dpa

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilen, war das tote Mädchen am Sonntag, 7. Juni, im Keller eines Mehrfamilienhauses entdeckt worden.

Aus dem Haus war die 46 Jahre alte Frau vor geraumer Zeit ausgezogen. Ihr noch dort lebender Ehemann entdeckte den Leichnam in einer Kühltruhe, die prinzipiell für mehrere Partien im Haus zugänglich war. Der Mann alarmierte die Polizei. 

Im Zuge der Ermittlungen und mittels molekulargenetischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass es sich bei der 46-Jährigen um die Mutter der Neugeborenen handelt.

Diese räumte zwischenzeitlich ein, vor Jahren mit dem Mädchen schwanger gewesen zu sein.

Mutter versteckte Leichnam aus Überforderung

"Das Kind sei unmittelbar nach der Geburt gestorben, wonach sie eigenen Angaben zufolge aus Überforderung mit der Situation den Leichnam in der Kühltruhe versteckt habe", schreiben die Ermittler.

Die Untersuchungen und Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an. Die Obduktion erbrachte hierzu noch kein eindeutiges Ergebnis. Anhaltspunkte für eine gewaltsame Einwirkung auf das Kind bestehen indes nicht.

Die Frau befindet sich auf freiem Fuß. Es besteht derzeit angesichts der offenen Beweislage weder ein dringender Tatverdacht hinsichtlich eines Tötungsdeliktes, noch ein Haftgrund.

Titelfoto: picture alliance/Marijan Murat/dpa

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