Love-Scamming: Falsche Social-Media-Liebe ist dreister Betrug, die Polizei warnt

Osthessen - Die Polizei warnt die Öffentlichkeit vor einer dreisten Betrugsmasche im Internet insbesondere auf Dating-Plattformen und in Social-Media-Netzwerken. Es geht dabei um das sogenannte "Love-Scamming".

Gegenüber männlichen Opfern verwenden die Täter laut Polizei oft Fotos leicht bekleideter Frauen als Köder (Symbolbild).
Gegenüber männlichen Opfern verwenden die Täter laut Polizei oft Fotos leicht bekleideter Frauen als Köder (Symbolbild).  © 123RF/Roman Samborskyi

Männer und Frauen können gleichermaßen zu den Opfern der Betrüger werden. Die Masche ist dabei immer dieselbe.

Die Schwindler würden sich stets als "attraktive Männer oder Frauen jüngeren Alters" ausgeben und mit ihren Opfern eine angebliche Liebesbeziehung anbahnen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen am Dienstag erklärte.

Dabei verwendeten die Täter stets Bilder und Videos in hübscher Aufmachung und geben vor, bei der abgebildeten Person handele es sich um einen realen Menschen.

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"Weit gefehlt", berichtete der Polizeisprecher weiter, es handele sich immer um eine falsche Identität.

"Um eine Vertrauensbasis zu schaffen, überhäufen Scammerinnen und Scammer ihre Opfer bereits früh und über einen langen Zeitraum hinweg mit Komplimenten und überschwänglichen Liebesbekundungen", ergänzte der Sprecher.

Diese Phase könne mehrere Wochen oder Monate dauern und diene dazu, die Opfer emotional abhängig zu machen.

Polizeisprecher zu Love-Scamming: "Und viele Leidtragende zahlen auch"

Die Polizei appelliert an die Opfer, sich nicht aus Schamgefühl zurückzuziehen (Symbolbild).
Die Polizei appelliert an die Opfer, sich nicht aus Schamgefühl zurückzuziehen (Symbolbild).  © Montage: Boris Roessler/dpa, Boris Roessler/dpa

Schließlich täuscht die falsche Social-Media-Liebschaft eine oder mehrere angebliche finanzielle Notlagen vor und bittet das Opfer darum, Geldbeträge zu überweisen.

"Und viele Leidtragende zahlen auch", unterstrich der Polizeisprecher.

Bestünden die Opfer auf eine persönliche Geldübergabe, gäben die vermeintlichen Liebhaberinnen und Liebhaber in der Regel an, sie seien verhindert und schicken angebliche Vertrauenspersonen, die das Geld in Empfang nehmen und überbringen sollen.

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Ein Beispiel für einen solchen Love-Scamming-Betrug ist der Fall einer Frau aus dem hessischen Gießen, der Anfang Juni bekannt wurde. Die 50-Jährige überwies einem angeblichen US-Soldaten mehrere Geldbeträge und verlor so rund 10.000 Euro.

Der Polizeisprecher aus Osthessen appellierte noch, dass die Opfer dieser dreisten Betrugsmasche sich nicht aus Schamgefühl zurückziehen sollten: "Scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu verständigen, wenn Sie Zweifel haben oder bereits auf einen Betrug reingefallen sind."

Titelfoto: 123RF/Roman Samborskyi

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