Hilferufe mitten in der Nacht, doch die Retter kommen zu spät

Lübeck - Im Lübecker Stadtteil St. Gertrud hat es in der Nacht zu Mittwoch offenbar ein Tötungsdelikt gegeben.

In einem Wohngebiet fand die Polizei den schwer verletzten Mann. (Symbolbild)
In einem Wohngebiet fand die Polizei den schwer verletzten Mann. (Symbolbild)  © Magdalena Tröndle/dpa

Gegen 3.45 Uhr wurde die Polizei zunächst über Hilferufe in der Nähe der Travemünder Allee informiert.

Die Beamten fanden daraufhin in der Adolfstraße einen 38-jährigen Mann mit schweren Verletzungen auf dem Boden liegen. Doch die Hilfe kam für den Mann zu spät, er verstarb nur wenig später in einem Lübecker Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission der Polizei Lübeck gehen inzwischen von einem Gewaltverbrechen aus.

Die Obduktion des Leichnams durch die Lübecker Rechtsmedizin wurde bereits beantragt.

Nun sucht die Polizei dringend nach Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in dem Bereich der Adolfstraße gesehen haben.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04511310 entgegen.

Update, 31. Dezember 2020, 16.12 Uhr: Mann starb an Schussverletzungen

Wie die Polizei am Donnerstag weiter mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 38-jährigen Mann aus Lübeck. Er wurde den Ermittlungen zufolge durch drei Schussverletzungen am Rücken getötet. Der Mann soll zuvor mit einem Bekannten durch ein Kellerfenster in ein Wohnhaus in der Straße "Am Burgfeld" eingestiegen sein.

Dort trafen sie auf einen 57-jährigen mutmaßlichen Bewohner des Hauses, es fielen mehrere Schüsse.

Am späten Mittwochabend konnte der Tatverdächtige schließlich festgenommen werden, der noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden soll.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden der Polizei zufolge mehrere Schusswaffen sowie eine Handgranate gefunden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des dringenden Verdachts des Totschlags gegen den Mann.

Update, 1. Januar 2021, 12.02 Uhr: Tatverdächtiger schweigt

Gegen den 57-Jährigen wurde noch am Donnerstagabend ein Haftbefehl erlassen. Wie die Polizei mitteilte, bestehe Fluchtgefahr.

Zu den Vorwürfen wollte sich der Lübecker bislang nicht äußern.

Titelfoto: Magdalena Tröndle/dpa

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