Magedeburg: Mann will Unfall filmen und beißt Polizei-Azubi

Magdeburg - Am gestrigen Sonntag kam es in den Mittagsstunden auf Bahnsteig 8 des Magdeburger Hauptbahnhofes bei einem Reisenden zu einem Einstiegsunfall. Daraufhin eskalierte die Situation.

Am Magdeburger Hauptbahnhof hat sich ein Mann beim Einstieg in den Zug verletzt. (Symbolbild)
Am Magdeburger Hauptbahnhof hat sich ein Mann beim Einstieg in den Zug verletzt. (Symbolbild)  © Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mann rutschte beim Einstieg mit seinem Bein zwischen den Zug und die Bahnsteigkante und verletzte sich. 

Die hinzueilenden Bundespolizisten riefen einen Rettungswagen und leiteten die ersten Hilfsmaßnahmen ein. 

Während des Einsatzes filmte ein Mann mit seinem Mobiltelefon das Geschehen. Sein 30-jähriger Begleiter versuchte sich zudem zwischen die Einsatz- und Rettungskräfte zu drängen. 

Dabei beleidigte er auch die Einsatzkräfte und wurde aus diesem Grunde im Anschluss mit zur Dienststelle genommen. Der Verletzte wurde im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. 

Während der sich anschließenden polizeilichen Maßnahmen gegen den 30-jährigen Deutschen klingelte sein Begleiter an der Dienststelle und forderte sein Geld und seine Fahrkarte, welche sich im Besitz des 30-Jährigen befanden. 

Die Bundespolizisten erkannten den Mann wieder, der während der Rettungsmaßnahmen gefilmt hatte. Sie kündigten die Beschlagnahme seines Mobiltelefons an und forderten die Herausgabe. Damit war der 44-jährige Deutsche jedoch alles andere als einverstanden. Er leistete erheblichen Widerstand, indem er nach den Einsatzkräften schlug und trat. Dabei wurde ein Auszubildender an der Stirn verletzt. Zudem biss der Mann ihm in den rechten Unterarm. 

Der Tatverdächtige musste gefesselt werden und wurde nun ebenfalls in die Dienststelle gebracht. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,22 Promille, der Drogentest fiel negativ aus. Der Anwärter musste seinen Dienst abbrechen und sich einem Arzt vorstellen. 

Dem Duo drohen mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen der getätigten Beleidigungen, der Körperverletzungen, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Behinderung von hilfeleistenden Personen sowie der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

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