Schock für den Lokführer: Kinder spielen direkt vor dem Zug im Gleisbett

Biederitz - Der Lokführer eines Güterzuges musste am vergangenen Freitag von seinem Dienst abgelöst werden, nachdem er auf den Gleisen eine schockierende Entdeckung gemacht hatte.

Die Polizei erinnert eindringlich daran: Gleisanlagen sind keine Spielplätze! (Symbolbild)
Die Polizei erinnert eindringlich daran: Gleisanlagen sind keine Spielplätze! (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Der Zugführer befuhr die Bahnstrecke aus Potsdam kommend in Richtung Magdeburg

In der Ortslage Biederitz auf der Ehlebrücke sah er plötzlich zwei Kinder im Gleisbereich und leitete sofort eine Schnellbremsung ein.

Als sein Zug hielt, stieg er sofort aus und verständigte die Bundespolizei. 

Die Beamten stellten vor Ort fünf Kinder fest. Zwei von ihnen, ein 12- und ein 14-jähriger Junge, hatten sich direkt im Gleisbett aufgehalten. 

Wie der Lokführer aufgeregt berichtete, konnte er nur sehr knapp ein Unglück vermeiden. 

Der Mann, vermutlich unter Schock stehend, konnte seinen Dienst nicht weiter fortsetzen und musste abgelöst werden. Eine ärztliche Betreuung wurde vorerst von ihm abgelehnt. 

Alle Kinder wurden eindringlich belehrt. Der 12- und der 14-jährige Deutsche wurden vor Ort an die informierten Erziehungsberechtigten übergeben. 

Durch die notwendige Sperrung der Bahnstrecke kam es bei 24 Zügen zu insgesamt 1176 Minuten Verspätung. 14 Züge hatten Teilausfälle, wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg berichtet.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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