Männer-Schädel in altem Kühlschrank entdeckt: Ermittlungen abgeschlossen

Mainz - Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die Ermittlungen nach dem Fund eines abgetrennten Männer-Schädels bei einem Entsorgungs-Betrieb im Kreis Mainz-Bingen eingestellt. Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher am Dienstag mit.

Die alte Gefrier-Truhe stammte aus der Rechtsmedizin Mainz und wurde während Renovierungs-Arbeiten entsorgt. (Symbolbild)
Die alte Gefrier-Truhe stammte aus der Rechtsmedizin Mainz und wurde während Renovierungs-Arbeiten entsorgt. (Symbolbild)  © 123rf/Kenny Paul

Mitte Juli hatte das Recycling-Unternehmen nach Angaben der Staatsanwaltschaft von einem Wertstoffhof der Universitätsmedizin Mainz Kühlgeräte und medizinisches Gerät zur Entsorgung abgeholt.

Die Gefrier-Truhe, in der dann der Männer-Schädel gefunden wurde, stammte aus der Rechtsmedizin Mainz.

Dort habe es seinerzeit Renovierungs-Arbeiten gegeben, weshalb auch das Gerät entsorgt werden sollte.

Der Kopf steckte in einem Glasbehälter mit Formalin-Lösung, mit dabei ein Sektions-Protokoll der Rechtsmedizin aus dem Jahr 2015. Die Protokoll-Notiz habe aber nicht zu dem Kopf gepasst.

Der Kopf, ein anatomisches Präparat vermutlich aus den 1960er Jahren, und das Protokoll wurden daraufhin vom Institut abgeholt und untersucht.

Sektions-Protokoll mit handschriftlicher Notiz lag bei dem Schädel

Eine handschriftliche Notiz auf der Rückseite lege den Schluss nahe, dass das Blatt als "Schmierpapier" verwendet worden sein könnte, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Nähere Hinweise zu dem Präparat wie die Identität des Verstorbenen oder die Todes-Ursache waren nicht mehr zu erlangen.

Der Fall war durch den Bericht des Datenschutzbeauftragten des Landes bekannt geworden. Ein Verstoß sei jedoch auch hier nicht festzustellen, da die Datenschutz-Grundverordnung nicht bei verstorbenen Personen greife, hieß es in dem Bericht.

Titelfoto: 123rf/Kenny Paul

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