Aus-gepost! Polizei macht mit dutzenden PS-Protzern kurzen Prozess

Mainz - Der Sommer ist traditionell die Jahreszeit, in denen es Liebhaber von PS-starken Fahrzeugen besonders lieben, ihre Prunk-Karossen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei stellen sie aber in vielen Fällen ein großes Ärgernis für die Polizei dar. In Mainz (Rheinland-Pfalz) schoben die Ordnungshüter den Autoposern nun einen Riegel vor.

In 25 Fällen musste die Polizei ein Bußgeld an die jeweiligen Autoposer verteilen.
In 25 Fällen musste die Polizei ein Bußgeld an die jeweiligen Autoposer verteilen.  © Polizeipräsidium Mainz

Über die großangelegte Polizeikontrolle berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mainz am Montagmittag. Demnach seien insgesamt 16 Einsatzkräfte auf der Rheinallee damit beauftragt gewesen, sogenannte Autoposer und deren oftmals in illegalem Maße aufgemotzten Autos ausfindig zu machen und unter die Lupe zu nehmen.

Insgesamt kam es dabei mithilfe einer Vorkontrolle zur Überprüfung von 32 Wagen, von denen gerade einmal sieben den Vorgaben entsprachen. Die restlichen 25 Autobesitzer mussten aus unterschiedlichen Gründen mit teils empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Bei allen war die Betriebserlaubnis - aufgrund von enormen Umbauarbeiten an den Abgasanlagen, dem Fahrwerk oder diverser Manipulationen der Lichtanlagen - erloschen. In drei Fällen hätten die vorgenommenen Umbauten sogar gar nicht erst genehmigt werden dürfen.

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Den verantwortlichen Sachverständigen drohen nun Strafen aufgrund der "Falschbeurkundung im Amt", wie es im Polizeibericht weiter hieß. Ein 21 Jahre alter Autoposer kam sogar zum wiederholten Male in eine Polizeikontrolle und muss sich nun erneut wegen seiner fragwürdigen Abgasanlage verantworten.

Diesmal wurde es den Beamten jedoch zu bunt. Aufgrund eines gefälschten Zulassungsstempels wurde seine Protz-Karre einkassiert.

Autoposer aus dem ganzen Land sind scharf auf eine Runde durch Mainz

Darüber hinaus wartet auch auf ihn ein Verfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Generell stellten die zuständigen Polizeikräfte fest, dass es sich bei den kontrollierten PS-Protzern oft um Autofahrer aus anderen Bundesländern handelt, die weite Strecken für eine Poser-Runde durch Mainz zurücklegen.

Schon jetzt kündigte man auch deshalb an, dass derartige Kontrollen in regelmäßigen Abständen weiter stattfinden werden.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mainz

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