Dann kam die 400-Euro-Rechnung: Warnung vor Streaming-Abo-Fallen

Von Lisa Nguyen

Mainz - Die Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz und das Landeskriminalamt warnen vor angeblichen Streaming-Anbietern, die mit kostenlosen, fünftägigen Probe-Abos locken.

Bei der Suche nach Filmen gelangten Nutzer über ein Werbe-Pop-Up-Fenster auf die Webseiten. Sie müssten sich dann registrieren und ihre Adressdaten, eine Mailadresse und eine Telefonnummer angeben (Symbolbild).
Bei der Suche nach Filmen gelangten Nutzer über ein Werbe-Pop-Up-Fenster auf die Webseiten. Sie müssten sich dann registrieren und ihre Adressdaten, eine Mailadresse und eine Telefonnummer angeben (Symbolbild).  © 123RF/pixinoo

Dies könne bei einer Registrierung in einer Kostenfalle enden, in die vor allem Minderjährige vermehrt tappten, teilten sie am Mittwoch mit.

"Nur im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis, dass nach fünf kostenfreien Tagen hohe Gebühren für eine Jahresmitgliedschaft fällig werden", hieß es.

Eltern hätten sich beschwert, dass sie Rechnungen einer Firma aus Großbritannien über 400 Euro erhalten hätten.

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Bereits über 200 Webseiten von vermeintlichen Streaming-Diensten seien den Verbraucherzentralen gemeldet worden, hieß es weiter.

Bei der Suche nach Filmen gelangten Nutzer über ein Werbe-Pop-Up-Fenster auf die Webseiten. Sie müssten sich dann registrieren und ihre Adressdaten, eine Mailadresse und eine Telefonnummer angeben.

"Die Registrierung auf den Webseiten war dann entweder nicht erfolgreich oder nach der erfolgten Registrierung konnten keine Filme oder Serien gestreamt werden", sagte Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

"Daher gingen die Betroffenen davon aus, dass die Registrierung nicht funktioniert hat." Dennoch landen bei den Nutzern Rechnungen im Mailpostfach.

Um sich vor den Betrügern zu schützen, empfehlen die Verbraucherschutzzentrale und das LKA, sich von den aggressiven Zahlungsaufforderungen nicht einschüchtern zu lassen. Eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten sei ebenfalls möglich.

Titelfoto: 123RF/pixinoo

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