Mann wollte Ofen anheizen: Alpenverein entdeckt seine gefrorene Leiche in Berghütte

Bürs - In den Vorarlberger Alpen in Österreich haben zwei Mitglieder des Alpenvereins in einer Berghütte die gefrorene Leiche eines Mannes entdeckt.

In der Sarotla-Hütte wurde die gefrorene Leiche eines 36-Jährigen entdeckt. (Archiv)
In der Sarotla-Hütte wurde die gefrorene Leiche eines 36-Jährigen entdeckt. (Archiv)  © Wikipedia/privat/Friedrich Böhringer (CC BY-SA 3.0 AT)

Die beiden waren zur Sarotla-Hütte gekommen, um eine dort anstehende Reparaturarbeit zu übernehmen, als sie am vergangenen Dienstag den Toten fanden.

Wie die zuständige Landespolizeidirektion am Montag mitteilte, wurde die Hütte bereits seit Mitte November nicht mehr aufgesucht.

Das Gebäude hatte man vor seiner Schließung winterfest gemacht. Genau das ist nach bisherigen Erkenntnissen dem Verstorbenen auch zum Verhängnis geworden.

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Nach dem 15. November, so der Stand der Ermittlungen, ist der 36-jährige Brite offenbar in das geschlossene Gebäude eingebrochen, "um sich dort zu verpflegen und/oder zu nächtigen."

Zum Schutz vor der Kälte innerhalb der Berghütte in 1611 Meter Höhe hatte der Mann offenbar den dort installierten Ofen angeheizt.

Verunglückter wohnte nicht weit von der Hütte entfernt

Laut Mitteilung der Polizei starb der Mann an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. (Symbolbild)
Laut Mitteilung der Polizei starb der Mann an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Was der 36-Jährige offenbar nicht wusste: Als das Haus verlassen wurde, hatte man das Ofenrohr über dem Dach abmontiert und die Öffnung mit einer Platte zugemacht.

"In der Folge verstarb der Mann – wie die Obduktion ergab - an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor", heißt es in der Mitteilung.

Durch das Anheizen des Ofens konnten die dadurch entstandenen Giftgase nicht entweichen und der Mann starb. Warum der Brite in dieser Hütte Unterschlupf suchte, ist derzeit nicht bekannt.

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"Der 36-Jährige war im Winter in Brand als Skilehrer und im Sommer als Mitarbeiter einer Freizeiteinrichtung tätig." Das Brandnertal befindet sich - wie die Sarotla-Hütte - ebenfalls in der Alpenregion Bludenz.

Wie lange die Leiche des Mannes bereits in der Berghütte lag, konnte auf TAG24-Nachfrage bislang noch nicht mitgeteilt werden. Der 36-Jährige hatte jedoch einen festen Wohnsitz in der etwa 6 Kilometer entfernten Tal-Ortschaft Brand.

Titelfoto: Wikipedia/privat/Friedrich Böhringer (CC BY-SA 3.0 AT)

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