Mann fällt auf üble Sex-Falle rein: Polizei warnt!

Krefeld - Die Polizei in Krefeld hat vor einer üblen Masche im Internet gewarnt: Ein Mann hatte über ein soziales Netzwerk eine Frau kennengelernt, die einige Zeit später mittels pikanter Fotos des Geschädigten versuchte, Geld von ihm und weiteren Kontakten zu erpressen.

Der Krefelder hatte sich auf einen intimen Video-Chat mit der Frau eingelassen. (Symbolbild)
Der Krefelder hatte sich auf einen intimen Video-Chat mit der Frau eingelassen. (Symbolbild)  © 123RF/ronstik

Wie die Beamten am Mittwoch in einer Mitteilung erklärten, hatte der Mann all seinen Mut zusammengenommen und kürzlich Strafanzeige erstattet, nachdem er von einer Frau auf üble Art und Weise erpresst worden war.

Demnach hatte der Krefelder zuvor seine vermeintliche Herzensdame über eine Facebook-Gruppe kennengelernt. Die beiden kamen ins Gespräch und hätten sich zunächst über alltägliche Themen ausgetauscht, ehe ihre Nachrichten immer intimer wurden.

Schließlich gingen die beiden zu einem Video-Chat über, in dem der Mann sexuelle Handlungen an sich selbst vornahm. Dabei sei auch sein Gesicht zu erkennen gewesen, wie es hieß.

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Nach dem Chat erklärte die Frau plötzlich, dass sie alles aufgezeichnet habe und verlangte im Folgenden Geld von dem Krefelder, damit die Aufnahmen nicht an seine Facebook-Kontakte verschickt würden!

Der Mann reagierte zunächst nicht auf die dreiste Forderung der Unbekannten, als einige seiner Freunde tatsächlich Screenshots des privaten Video-Chats zugesandt bekamen. Doch damit nicht genug, denn nun verlangte die Frau für die Löschung des Clips auch noch Geld von den Nutzern!

Opfer der Masche wenden sich häufig nicht an die Polizei

Der Krefelder informierte schließlich die Polizei über den Vorfall, die seinen Mut lobte.

"Oft ist die Masche für die Betroffenen so schambehaftet, dass sie sich nicht an die Polizei wenden und den Zahlungsforderungen womöglich sogar nachkommen - in der trügerischen Hoffnung, dass die Fotos oder Videos dann nicht veröffentlicht werden", erklärte ein Polizeisprecher. Hinter solchen Erpressungen auf sexueller Basis würden oft organisierte Banden stecken.

Der Mann hat aus dieser Erfahrung sicher seine Lehre gezogen und hält sich in Video-Chats wohl künftig bedeckt!

Titelfoto: 123RF/ronstik

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