Bedroht, gedemütigt, zur Prostitution gezwungen: Polizei nimmt 29-Jährigen fest

Augsburg/Saarbrücken - Ein 29 Jahre alter Mann soll junge Frauen aus Rumänien und Ungarn nach Deutschland gelockt und im Saarland sowie in Bayern zur Prostitution gezwungen haben.

Der 29-Jährige soll junge Frauen nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen haben. (Symbolbild)
Der 29-Jährige soll junge Frauen nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen haben. (Symbolbild)  © 123rf/Peerayot To-im

Der mutmaßliche Menschenhändler ist in einem Hotel in Augsburg festgenommen worden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Mann war demnach per Haftbefehl gesucht worden.

Die Ermittler werfen dem 29-Jährigen, der aus Rumänien stammt, den Angaben zufolge vor, Frauen im Alter von 19 bis 20 Jahren unter Vorspielen falscher Tatsachen aus dem rumänisch-ungarischen Grenzgebiet nach Deutschland geholt zu haben.

Mit Drohung, Demütigung und körperlicher Gewalt sollen die Frauen zur Prostitution gezwungen worden sein, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Einnahmen aus der Prostitution hätten die Opfer übergeben müssen.

Der 29-Jährige gilt als Hauptverdächtiger, die Ermittlungen hatten die Polizei zu einer Gruppe von Tätern geführt. Die Polizei fahndet demnach europaweit nach einem 28-jährigen Komplizen sowie einer 30-jährigen Mittäterin. Ihnen werde der gewerbs- und bandenmäßige Menschenhandel sowie Zwangsprostitution vorgeworfen, hieß es.

In Augsburg waren laut Polizei zwei weitere Tatverdächtige sowie acht Opfer der Menschenhändler identifiziert worden. Wie viele Frauen insgesamt Opfer der Menschenhändler geworden sind, konnte ein Sprecher der Polizei nicht sagen.

Titelfoto: 123rf/Peerayot To-im

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