Mann stirbt durch Schuss von Polizisten: Ermittlungen gegen Beamte eingestellt

Ravensburg/Bad Schussenried - Nach Schüssen in Bad Schussenried, bei denen ein Mann starb und eine Frau verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg ihre Ermittlungen gegen zwei Polizisten eingestellt.

15. Juli 2020: Einsatzkräfte der Polizei, Rettungsdienst und Notfallseelsorge waren in der Stadtmitte von Bad Schussenried im Einsatz.
15. Juli 2020: Einsatzkräfte der Polizei, Rettungsdienst und Notfallseelsorge waren in der Stadtmitte von Bad Schussenried im Einsatz.  © Thomas Warnack/dpa

Der Schusswaffeneinsatz der beiden Beamten sei nach dem Polizeigesetz von Baden-Württemberg zulässig gewesen, teilte ein Behördensprecher am Montag in Ravensburg mit. "Zudem waren sowohl die Körperverletzung mit Todesfolge als auch die Körperverletzung im Amt durch Notwehr gerechtfertigt."

Der 29 Jahre alte Mann und die 43-jährige Frau waren Mitte Juli aus einer psychiatrischen Einrichtung in Bad Schussenried (Kreis Biberach) entwichen. Als die Polizei die beiden entdeckte, trugen diese Messer bei sich.

Der Mann wurde laut Staatsanwaltschaft von den zwei Polizisten aufgefordert, stehen zu bleiben. Dieser sei aber sofort mit einem ausgefahrenen Cutter-Messer in der Hand auf einen Polizisten zugelaufen und habe mehrfach geschrien, dass er ihn "abstechen" werde.

"Während seines vergeblichen Versuchs vor dem 29-Jährigen zu fliehen, gab der Polizeibeamte sodann einen tödlich verlaufenden Schuss auf seinen Verfolger ab", teilte die Anklagebehörde mit.

Währenddessen habe die Frau ein Einhandmesser gegen den zweiten Polizisten gerichtet, woraufhin auch dieser schoss und sie im Bereich des Unterschenkels traf.

Der Mann wurde in der Leistenregion getroffen und starb. Die Frau wurde durch den Schuss im Bereich des Unterschenkels getroffen. Es bestand keine Lebensgefahr.

Titelfoto: Thomas Warnack/dpa

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