Mann vergewaltigt Ex-Frau und sticht auf sie ein: Einsatz hat auch Folgen für die Polizisten

Eschwege - Wollte er ihr Leben beenden, weil ihre Ehe zerbrochen war? Im nordhessischen Eschwege im Werra-Meißner-Kreis soll ein 25-jähriger Mann seine Ex-Ehefrau (26) zunächst vergewaltigt und dann versucht haben, sie mit einem Messer zu töten.

Fotomontage: Der 25-jährige Somalier soll seine Ex-Frau erst vergewaltigt und dann niedergestochen haben (Symbolfoto).
Fotomontage: Der 25-jährige Somalier soll seine Ex-Frau erst vergewaltigt und dann niedergestochen haben (Symbolfoto).  © Montage: 123RF/Alla Aramyan, Thomas Lukassek

Wie ein Sprecher der nordhessischen Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte, sei es bereits am frühen Montagmorgen zu den grauslichen Taten gekommen sein. Der 25-jährige Somalier soll seine ebenfalls somalische Ex-Frau an ihrem Wohnort, einem Mehrfamilienhaus in Eschwege, aufgesucht haben.

Unter einem Vorwand sei es ihm gelungen, sich Zutritt zur Wohnung der 26-Jährigen zu verschaffen, wo der Schrecken dann seinen Lauf nahm. Wie die junge Frau der Polizei später schilderte, habe ihr Ex sie mit einem Messer bedroht und schließlich vergewaltigt. 

Gegen 13.20 Uhr soll der 25-Jährige die Wohnung seiner ehemaligen Gattin verlassen haben, im direkten Anschluss wandte sich diese an die Polizei. Nach den erforderlichen Untersuchungen und der Aufnahme der entsprechenden Anzeige geleiteten sie zwei Beamte zurück zu ihrer Wohnung.

Dieser Schutz war auch dringend notwendig. Denn vor ihrer Rückkehr am Montagabend hatte der 25-Jährige bereits in einem Kleiderschrank auf sie gelauert. Als die Frau gerade im Begriff war, einige Kleidungsstücke aus selbigem zu holen, sprang ihr Ex-Mann unvermittelt aus dem Schrank heraus und stach mit einem Messer auf sie ein.

Das schnelle Einschreiten der Kriminalpolizei verhinderte Schlimmeres. Die 26-Jährige erlitt ersten Aussagen zufolge "nur" leichte Schnittverletzungen, es bestand demnach keine Lebensgefahr. Für den jungen Mann ging es umgehend in das Polizeipräsidium in Kassel. 

Corona-positiver Mann attackiert Ex-Frau zwei Mal: Sechs Polizisten in Quarantäne

Für die Beamten hatte der Einsatz jedoch noch weitere Folgen. Denn wie sich auch anhand eines später durchgeführten Tests bestätigte, ist der 25-Jährige Corona-positiv.

Insgesamt sechs Polizeibeamte mussten sich somit in häusliche Quarantäne begeben. Gegen den Beschuldigten wurde ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Titelfoto: Montage: 123RF/Alla Aramyan, Thomas Lukassek

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