Mann will Bahnschienen überqueren, stürzt in Gleise: Dann rauscht ein Zug heran

Bad Hersfeld - Das hätte mächtig schiefgehen und letztlich tragisch enden können! Am Dienstagnachmittag ist ein bislang unbekannter Mann nur knapp dem Tod entgangen, als er im nordosthessischen Bad Hersfeld im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kurzerhand über die Bahngleise sprintete.

Die Kasseler Bundespolizei mahnte nach dem Vorfall eindringlich an, stets Unterführungen oder ähnlich sichere Wege für die Überquerung von Gleisen zu nutzen. (Symbolfoto)
Die Kasseler Bundespolizei mahnte nach dem Vorfall eindringlich an, stets Unterführungen oder ähnlich sichere Wege für die Überquerung von Gleisen zu nutzen. (Symbolfoto)  © Bundespolizei Kassel

Nun ermittelt die Bundespolizeiinspektion Kassel wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen den Mann, teilte ein Sprecher am Mittwochnachmittag mit.

Am Dienstagnachmittag gegen 12.30 Uhr soll der Mann verbotenerweise über die Bahnstrecke zwischen einem Discounter in der Friedloser Straße und dem Solztalradweg in der Nähe der Bundesstraße 27 gelaufen sein.

Just in diesem Moment näherte sich jedoch eine Cantusbahn dem betroffenen Streckenabschnitt. Dem bislang noch nicht identifizierten Gleisläufer rettete allem Anschein nach die Tatsache das Leben, dass ihn der Lokführer während seiner Fahrt in Richtung des Bahnhofes Bad Hersfeld schon frühzeitig erkannte, Achtungspfiffe abgab und umgehend eine Schnellbremsung einlegte.

Wie der 43 Jahre alte Zugführer den Ermittlern weiter berichtete, sei der Gesuchte inmitten seines Laufes sogar gestürzt und sei kurzzeitig in den Gleisen liegen geblieben.

Nachdem sich der Unbekannte wieder aufgerafft hatte, soll er laut Angaben des Lokführers nach links auf den Solztalradweg geflüchtet sein.

Polizei warnt: Lediglich sichere Wege wie Unterführungen zum Überqueren von Bahngleisen nutzen

Hierbei habe er ein Getränke-Sixpack und einige wohl zuvor eingekaufte Lebensmittel verloren. Den Schienenläufer beschrieb der 43-Jährige als einen Mann im Alter von etwa 60 bis 65 Jahren, der mit einer grauen Hose und einem grünen (oder dunklen) Pullover gekleidet gewesen sein soll.

Die Passagiere der Cantusbahn blieben trotz der Schnellbremsung allesamt unverletzt. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion in Kassel unter der Rufnummer 0561/816160 entgegen.

Schließlich appellierte die Polizei, lediglich gesicherte Wege zur Überquerung von Bahngleisen zu nutzen.

Titelfoto: Bundespolizei Kassel

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