Mehr als 40 Schockanrufe an zwei Tagen in Thüringen: Betrüger wollen Opfer ausnehmen

Erfurt - In Thüringen ist es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Schockanrufen gekommen. Die Polizei warnt vor den Trickbetrügern.

Die Polizei warnt vor derartigen Anrufen und appelliert an die Betroffenen auf keinerlei Forderungen der Betrüger einzugehen. (Symbolfoto)
Die Polizei warnt vor derartigen Anrufen und appelliert an die Betroffenen auf keinerlei Forderungen der Betrüger einzugehen. (Symbolfoto)  © Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Boris Roessler

Laut den Beamten seien überwiegend ältere Menschen das Ziel der Täter. Allein am Montag wurden der Polizei 13 Anrufe in Erfurt gemeldet. 14 weitere gab es im Bereich Südthüringen. Am gestrigen Dienstag registrierten die Beamten nur für die Region Mittelthüringen 16 solcher Schockanrufe, heißt es in einer Mitteilung.

In einem konkreten Fall hatte sich ein Anrufer bei einer 80-Jährigen gemeldet und sich als Polizist ausgegeben. Am Telefon sagte er der Dame, dass ihr Sohn bei Rot über eine Ampel gefahren sei und dabei einen Unfall verursachte, in dessen Folge eine Radfahrerin starb. Im weiteren Verlauf forderte der falsche Beamte einen fünfstelligen Betrag als Kaution.

Allerdings hatte sich der Schockanrufer die Geschichte nur ausgedacht. Der Sohn der Rentnerin hatte gar keinen Unfall. Eine Angehörige der Seniorin erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei. Zur einer Geldübergabe kam es glücklicherweise nicht.

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Weitere betrügerische Anrufe ereigneten sich vergangene Woche in Nordthüringen. Dort wurde den Opfern ein fünfstelliger Bargeldgewinn vorgegaukelt. Um das Geld zu erhalten, müsse man dem Geldboten nur 1000 Euro zahlen, erklärten die Betrüger am Telefon. Zu einer Gewinnauszahlung kam es nicht, die Opfer waren dagegen um 1000 Euro ärmer.

Um den Betrügern nicht in die Falle zu gehen, rät die Polizei schnellstmöglich aufzulegen und auf keinerlei Forderungen einzugehen. Die Beamten fordern nie per Telefon Kautionszahlungen oder informieren mit einem Anruf über Geldgewinne.

Titelfoto: Montage: dpa/Paul Zinken, dpa/Boris Roessler

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