Mehrfamilienhaus in Flammen: Polizei schnappt mutmaßlichen Brandstifter (88)

Malsch - Ein 88-Jähriger soll in Malsch bei Karlsruhe ein Mehrfamilienhaus angezündet haben.

Einsatzkräfte am Abend in Malsch.
Einsatzkräfte am Abend in Malsch.  © Aaron Klewer / Einsatz-Report24

In dem Haus wohnten unter anderem die 57-jährige Tochter des Seniors und ihr 60 Jahre alter Ehemann.

Letzterer wurde nach Angaben der Polizei vom Mittwoch verletzt. Neun Bewohner konnten sich ins Freie retten.

Der 88-Jährige fuhr danach mit dem Auto davon. Er wurde wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen.

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Das Motiv der Tat und der genaue Hergang wurden zunächst nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter äußerte sich nicht.

Wegen einer nahen Gasleitung waren vorsorglich auch Nachbarhäuser evakuiert worden. Insgesamt mussten 27 Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Sie kamen vorübergehend im Bürgerhaus unter.

Nachbarn hatten am Dienstagabend die Feuerwehr alarmiert. Die Flammen breiteten sich in dem größeren Gebäude rasch bis zum Dachgeschoss aus.

Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. "Das Haus ist wohl unbewohnbar", meinte ein Polizeisprecher.

Bei der Fahndung nach dem Senior war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Die Feuerwehr war mit rund 90 Einsatzkräften vor Ort, hinzu kamen von den Rettungsdiensten insgesamt 26 Kräfte und ein Notarzt.

Update 15.39 Uhr: Wollte der Mann seinen Schwiegersohn töten?

Der Tatverdächtige soll am Dienstagabend auf der Terrasse des Mehrfamilienhauses seinen 60-jährigen Schwiegersohn und die Terrasse mit einer brennbaren Flüssigkeit besprüht und diese angezündet haben, teilt die Polizei mit.

Die Polizei geht davon aus, dass er seinen Schwiegersohn töten wollte und anschließend das Gebäude in Brand setzte. Dem 88-Jährigen wird versuchter Mord und schwere Brandstiftung vorgeworfen.

Die Kleidung des 60 Jahre alten Schwiegersohns begann zwar zu brennen, doch er konnte sie selbstständig löschen. Er erlitt Verbrennungen an den Händen und am Unterarm.

Der Sachschaden wird auf 700.000 Euro geschätzt

Titelfoto: Aaron Klewer / Einsatz-Report24

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