Messer-Attacke in Wuppertaler Haus der Integration: Mitarbeiterin schwer verletzt

Wuppertal - Im Wuppertaler Haus der Integration ist eine Mitarbeiterin (25) der Behörde mit einem Messer schwer verletzt worden.

Die Polizei ist vor Ort und hat die Lage unter Kontrolle.
Die Polizei ist vor Ort und hat die Lage unter Kontrolle.  © Claudia Otte/DPA

Die Stadt Wuppertal berichtete am Donnerstag von einem Messerangriff auf eine Mitarbeiterin in der städtischen Einrichtung, die dabei schwer verletzt worden war. Kollegen hätten den mutmaßlichen Täter (20) festgesetzt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Ein Motiv des 20-jährigen Angreifers sei nicht bekannt, erklärte die Stadt und verwies dabei auf die laufenden Ermittlungen der Polizei.

Das Haus der Integration verbindet nach Angaben der Stadt Institutionen, die sich in Wuppertal um Zugewanderte und Geflüchtete kümmern.

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Nach Angaben der Beamten haben die Einsatzkräfte einen Tatverdächtigen festgenommen. Nähere Angaben zu der Person und zum Verlauf der Tat machten die Ermittler zunächst noch nicht.

Laut den Beamten erlitt die 25-Jährige schwere Verletzungen, schwebe jedoch nicht in Lebensgefahr. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus, wo sie stationär behandelt wird.

Mitarbeiter stehen nach Angriff unter Schock

"Ich bin sehr betroffen von diesem schrecklichen Angriff", erklärte Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (56, Grüne) und wünschte der Verletzten alles Gute für ihren Genesungsprozess.

"Mein großer Dank und Respekt gelten den Kollegen, die mutig und ohne Rücksicht auf eine mögliche eigene Gefährdung eingegriffen und den Täter überwältigt haben. Wir werden jetzt alles tun, damit alle Kolleginnen und Kollegen im Haus der Integration auch langfristig die bestmögliche Unterstützung erhalten", erklärte der Oberbürgermeister.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (69, CDU) sagte der dpa: "Ich bin bestürzt über den brutalen Messerangriff auf die städtische Mitarbeiterin in Wuppertal. Menschen, die im öffentlichen Dienst ihr Schaffen dem Wohl der Allgemeinheit widmen, sollten nicht mit Angst zur Arbeit gehen müssen. Dem Opfer wünsche ich eine schnelle Genesung."

Das Haus der Integration wurde laut der Stadt am Donnerstag zunächst geschlossen. Dort werde auch am Freitag der normale Dienstbetrieb nicht wieder aufgenommen. Mitarbeiter des Rettungsdienstes leisteten psychologische Unterstützung für die Mitarbeiter. "Das ist ein Schock für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Unsere Gedanken sind bei der Kollegin, wir senden ihr die besten Wünsche zur Genesung", erklärte der Wuppertaler Sozialdezernent Stefan Kühn.

Um die Ermittlungen voranzutreiben und zu unterstützen, wurde ein Hinweisportal eingerichtet. Zeugen können dort Fotos oder Videoaufnahmen übermitteln

Originalmeldung: 11. August, 11.23 Uhr; zuletzt aktualisiert: 11. August 16.11 Uhr

Titelfoto: Claudia Otte/DPA

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