Missbrauchsfall Münster: Verdächtiger im Saarland geschnappt!

Münster - Im Missbrauchsfall Münster hat die Polizei im Saarland einen weiteren Tatverdächtigen identifiziert.

Diese Laube in der Kolonie war einer der Tatorte in einem Missbrauchsfall, in der die Ermittler u.a. Festplatten und Videokameras fanden.
Diese Laube in der Kolonie war einer der Tatorte in einem Missbrauchsfall, in der die Ermittler u.a. Festplatten und Videokameras fanden.  © Guido Kirchner/dpa

Nach Angaben der Polizei in Köln wurde der 62-jährige Franzose am Mittwoch in Saarbrücken nach einem Haftbefehl des Amtsgerichts Köln festgenommen. 

Bei einer Hausdurchsuchung des Beschuldigten in Frankreich durch die französische Polizei stellten die Ermittler Datenmaterial sicher. 

Außerdem fand die Polizei eine geladene Schusswaffe und eine Drogenplantage.

Der Mann soll im Dezember 2018 in Pulheim nordwestlich von Köln ein Kind sexuell missbraucht haben. 

Das Kind soll ihm durch den Hauptbeschuldigten im Missbrauchsfall Münster bei einem Treffen zugeführt worden sein.

22 Verdächtige, elf davon in Haft

Sie wurde inzwischen abgerissen.
Sie wurde inzwischen abgerissen.  © Marcel Kusch/dpa

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Kinderpornografiebesitzes zweifach vorbestraft.

Insgesamt gibt es in dem Komplex nun 22 Verdächtige, von denen elf in Haft sind. Der Hauptverdächtige soll sich am zehnjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin vergangen und den Jungen an andere Männer vermittelt haben.

In die Untersuchungen zu Münster ist auch die Ermittlungskommission Berg bei der Kölner Polizei im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall Bergisch-Gladbach eingebunden.

Überschneidungen bei den derzeit ausgewerteten Daten gibt es bislang laut Mitteilung aber nicht.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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