Mit Corona infizierter Clan-Chef gestorben: Polizei wegen Familien-Treffen im Einsatz

Bonn/Leverkusen – Laut Medienberichten ist am Donnerstag ein ranghohes Mitglied eines Leverkusener Familienclans in der Bonner Uniklinik gestorben. Der Mann soll mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein.

In der Bonner Uniklinik ist am Donnerstag ein mit Corona infiziertes Mitglied eines Leverkusener Familienclans gestorben.
In der Bonner Uniklinik ist am Donnerstag ein mit Corona infiziertes Mitglied eines Leverkusener Familienclans gestorben.  © Oliver Berg/dpa

Wie der General-Anzeiger (GA) berichtet, hatten sich Angehörige des Verstorbenen im Laufe des Tages in der Nähe einer Kapelle auf dem Venusberg versammelt. Bis zum Mittag sei die Bereitschaftspolizei im Einsatz gewesen.

Der Einsatz, an dem neben mehreren Streifenwagen auch das Bonner Ordnungsamt beteiligt war, sei friedlich verlaufen.

"Die Sicherheitsmaßnahmen mit der Polizei gestern und heute waren prophylaktisch indiziert, weil bei uns ein Clan-Chef in sehr kritischem Zustand behandelt wurde", zitiert die Zeitung einen Sprecher der Uniklinik.

Nach GA-Informationen soll der Mann 53 Jahre alt und offenbar vorerkrankt gewesen sein. Er sei mit akuten Atmungsstörungen eingeliefert worden. Die Ärzte hätten ihn an ein spezielles Beatmungsgerät angeschlossen, um ein Lungenversagen zu verhindern.

Vor knapp zwei Wochen (5. April) war bereits ein anderes Mitglied der Leverkusener Großfamilie nach einer Corona-Infektion gestorben. Der 61-Jährige war als sogenannter "Friedensrichter" bekannt. Der nun Verstorbene soll laut GA in Leverkusen beigesetzt werden.

Der Goman-Clan war in der Vergangenheit wegen etlicher Vergehen in den Schlagzeilen. Die Rede war unter anderem von Geldwäsche und gewerblichen Betruges, sowie von Erschleichung unberechtigter staatlicher Leistungen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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