Mit Rinderfilet im Supermarkt: "Ich hau dir in die Fresse"

Bochum - Ein Streit um den wegen Corona gebotenen Sicherheitsabstand im Supermarkt eskalierte noch während des Bestellens an der Fleischtheke.

Mit diesem Fleischklumpen schlug der 48-Jährige seinen Hintermann.
Mit diesem Fleischklumpen schlug der 48-Jährige seinen Hintermann.  © Polizei Bochum

Wie die Polizei in Bochum mitteilte, stand ein 48-jähriger Mann an der Fleischtheke eines Geschäfts im Stadtteil Hofstede und bestellte verschiedene Waren, als ihm ein 53-Jähriger zu sehr auf die Pelle rückte.

Demnach bat der Bestellende seinen Hintermann, etwas mehr Abstand einzuhalten, drückte sich dabei aber schon recht harsch aus: "Hau ab hier oder ich hau dir gleich in die Fresse", soll der 48-Jährige laut Polizeibericht gesagt haben.

Der 53-jährige Bochumer trat sofort einen Schritt zurück. Doch das reichte dem 48-Jährigen nicht.

48-Jähriger schlägt mit zwei Kilo Fleisch zu

Die Polizei wurde zu dem Supermarkt im Stadtteil Hofstede alarmiert. (Symbolbild)
Die Polizei wurde zu dem Supermarkt im Stadtteil Hofstede alarmiert. (Symbolbild)  © dpa/Bernd Thissen

Als der 48-Jährige ein zwei Kilogramm schweres Stück argentinisches Rinderfilet über die Theke gereicht bekam, zweckentfremdete er es sogleich.

Er schlug seinen Hintermann mit dem Fleischklumpen ins Gesicht. Dabei erlitt das Opfer leichte Verletzungen, der Mann musste in ärztliche Behandlung gehen.

Zuvor verständigte der Geschädigte jedoch die Polizei über den Vorfall, die sogleich zu dem Supermarkt eilte und den Täter darauf ansprach.

"Der räumte die Tat zwar ein", erklärten die Beamten. "Jedoch reagierte er mit Unverständnis, schließlich habe man ihn in seiner 'persönlichen Sphäre' verletzt."

Der 48-jährige Bochumer bekommt nun eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Titelfoto: Polizei Bochum

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