Mit Schlägen bedroht: Corona-Kontrollen in NRW eskalieren

Kerpen/Bergheim – Die Polizei hat am Mittwochabend im Rhein-Erft-Kreis alle Hände voll zu tun gehabt. Bei zwei Einsätzen stellten die Beamten Verletzungen der Corona-Regeln fest - die Verantwortlichen wollten ihre Fehler aber nicht einsehen.

Bei Kontrollen in Kerpen und Bergheim hat die Polizei mehrere Corona-Verstöße festgestellt. Ordnungsamt-Mitarbeiter wurden sogar mit Schlägen bedroht. (Symbolbild)
Bei Kontrollen in Kerpen und Bergheim hat die Polizei mehrere Corona-Verstöße festgestellt. Ordnungsamt-Mitarbeiter wurden sogar mit Schlägen bedroht. (Symbolbild)  © 123rf/sanne198

Gegen 20.45 Uhr seien Polizisten zur Kontrolle einer Gaststätte in der Bahnhofstraße in Horrem ausgerückt, teilte ein Sprecher mit. Zeugen hätten gemeldet, dass der Betreiber (56) gegen die Corona-Auflagen verstoßen habe.

Tatsächlich habe der 56-Jährige im Außenbereich einen Gast bewirtet. Als Ordnungsamt-Mitarbeiter die Personalien feststellen wollten, habe der Gastwirt sie beschimpft und sogar mit Schlägen gedroht.

Die Polizei erstellte eine Anzeige wegen Bedrohung und Nötigung und forderte von dem Betreiber ein Bußgeld von 5000 Euro. Der Gast musste eine Corona-Strafe von 250 Euro blechen.

Nur eine halbe Stunde später wurden die Beamten zu einem Streit in einem Mehrfamilienhaus in der Sandstraße in Quadrath-Ichendorf gerufen.

Vor Ort trafen sie auf insgesamt zwölf Personen, alle ohne Mundschutz. Die Kontrolle habe ergeben, dass die Versammelten aus unterschiedlichen Haushalten stammten.

Ein 21-Jähriger und ein 54-Jähriger seien in Streit geraten und hätten aufeinander eingeschlagen, so der Sprecher. Die Konsequenz waren Anzeigen wegen Körperverletzung und Strafgelder für alle Anwesenden außer die drei Kinder unter 14 Jahren.

Titelfoto: 123rf/sanne198

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