Mopedfahrer will vor Polizei abhauen und schleift Beamten 150 Meter mit!

Kamp-Lintfort - Wilde Szenen und ein riesig großer Schutzengel! Ein Polizeibeamter wurde von einem Mopedfahrer 150 Meter über die Straße geschliffen, weil dieser einer Verkehrskontrolle entgehen wollte. Der Ordnungshüter hatte dabei unfassbares Glück.

Zu einer kurzen Verfolgungsjagd kam es am Freitagnachmittag in Kamp-Lintfort.
Zu einer kurzen Verfolgungsjagd kam es am Freitagnachmittag in Kamp-Lintfort.  © Patrick Pleul/dpa

Am Freitagnachmittag spielten sich in Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) kurzzeitig wilde Szenen ab.

Gegen 16.20 Uhr wollten Polizisten einen Kleinkraftrad-Fahrer auf der Rheinberger Straße kontrollieren, nachdem sie bemerkten, dass an dem schwarzen Fahrzeug kein Versicherungskennzeichen angebracht war.

Wie die Kamp-Lintforter Polizei nun meldete, blieb der Mopedfahrer an der Kreuzung B510/L155 zunächst an einer roten Ampel stehen.

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Als er beim Blick in seinen Rückspiegel sah, wie sich ihm ein Beamter näherte, fuhr er trotz roter Ampel plötzlich los. Er schoss mitsamt des Polizisten dann in Richtung der Fossastraße und schliff ihn etwa 150 Meter mit.

An einer Bushaltestelle kippte er schließlich samt seines Kraftrades und dem Ordnungshüter um. Im Anschluss versuchte er noch zu Fuß die Flucht zu ergreifen, konnte jedoch von weiteren Polizisten daran gehindert werden.

Der 32-jährige Kamp-Lintforter wurde gestoppt und festgenommen.

Moped-Rowdy führte Betäubungsmittel mit sich, Polizist im Anschluss an den Einsatz fürs Erste dienstunfähig

Der Polizeibeamte hatte indes einen großen Schutzengel. Er verletzte sich nach Angaben der Direktion nur leicht.

Der 24-Jährige war dennoch nicht mehr dienstfähig und wurde zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht und behandelt.

Bei der Kontrolle des Moped-Rasers wurden bei diesem Betäubungsmittel gefunden. Ein Arzt führte im Anschluss eine angeordnete Blutprobe durch. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der versuchten Flucht laufen indes.

Der Moped-Fahrer wird sich wegen mehrerer Straftaten vor Gericht zu verantworten haben.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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