Polizei stoppt gefährlichen Holztransport, doch das ist nicht das einzige Problem

Morbach - Es gibt Verkehrssünder, die wollen aus ihren Fehlern einfach nicht lernen - und das egal wie schwerwiegend und gefährlich sie für sie selbst und vor allem andere Verkehrsteilnehmer sein könnten. So verhielt es sich mit einem Lkw-Fahrer, der mit seinem Holztransporter nicht das erste Mal im Fokus einer Polizeikontrolle nahe des rheinland-pfälzischen Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich stand.

Am Mittwochmittag zog die Polizei einen völlig überladenen Holztransporter aus dem Verkehr.
Am Mittwochmittag zog die Polizei einen völlig überladenen Holztransporter aus dem Verkehr.  © Polizeipräsidium Trier

Wie ein Sprecher des Trierer Polizeipräsidiums mitteilte, stoppte eine Streife der Schwerlastkontrollgruppe den 40-Tonner aus Luxemburg am Mittwochmittag.

Schnell fiel den Beamten auf, dass man den gleichen Brummi bereits Mitte Oktober auf der Autobahn 64 gestoppt und wegen enormer Überladung verwarnt hatte. Damals hatte der Transport ein Gesamtgewicht von rund 54,5 Tonnen, was einer Überladung von über 36 Prozent entsprach.

Auch diesmal brachte der mit rund fünf Meter langen Fichten beladene Sattelschlepper zu viel auf die Waage. Letztlich bestätigte sich der beim äußeren Betrachten vorherrschende Verdacht, einer erneuten Überladung.

Frau liegt tot in Wohnung: Polizei nimmt Mann fest, Baby in Sicherheit gebracht
Polizeimeldungen Frau liegt tot in Wohnung: Polizei nimmt Mann fest, Baby in Sicherheit gebracht

Insgesamt wog der Lastwagen in diesem Fall "nur" 48,5 Tonnen, war damit aber dennoch rund 21 Prozent zu schwer. Doch anstatt den zu vermutenden Vorsatz zuzugeben, war der Brummi-Fahrer um keine Ausrede verlegen.

Wie er vorgab, habe er sich beim Beladen seines Gefährts gegen die offensichtliche Überladung gewehrt, wäre aber dazu genötigt worden seine Tour trotz des Übergewichts zu starten. Eine unschöne Wiederholung gab es für die Beamten aber zusätzlich zu beobachten.

Lkw-Fahrer hat erneut zweijährigen Sohn mit an Bord und ist sich für keine Ausrede zu schade

Es war nicht das erste Mal, dass der Fahrer mit seinem Gefährt von der Polizei aufgrund dieses Vergehens gestoppt wurde.
Es war nicht das erste Mal, dass der Fahrer mit seinem Gefährt von der Polizei aufgrund dieses Vergehens gestoppt wurde.  © Polizeipräsidium Trier

So hatte der Lkw-Fahrer erneut seinen erst zwei Jahre alten Sohn mit im Führerhaus. Auch dies war bereits im Oktober der Fall gewesen und erneut behauptete der Vater des Jungen, dass es ansonsten keine Betreuung für das Kleinkind gäbe. Die Ausreden werden jedoch weder den Fahrer noch das Unternehmen vor einer saftigen Strafe bewahren.

Letztlich gab es für den Holztransport noch eine Eskorte bis zum planmäßigen Ziel, einem Sägewerk in Morbach. Bleibt abzuwarten, ob die nächste Tour des renitenten Lkw-Fahrers ordnungsgemäß ablaufen wird.

Titelfoto: Polizeipräsidium Trier

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: