Wegen illegaler Drogen- und Waffengeschäfte gesucht: Verdächtiger tot aufgefunden

Münzenberg/Gießen - Bei Ermittlungen wegen mutmaßlicher illegaler Drogen- und Waffengeschäfte ist ein Verdächtiger tot aufgefunden worden. 

Abschließende Untersuchungen stehen noch aus (Symbolfoto).
Abschließende Untersuchungen stehen noch aus (Symbolfoto).  © Stefan Puchner/dpa

Nach dem 27-Jährigen sei gefahndet und dieser dann leblos in einer Scheune in Münzenberg entdeckt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Gießen mit. 

Die Ermittler gehen von einem "schicksalhaften Verlauf" aus, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde sagte. Trotz Reanimationsversuchen von Polizei und Rettungskräften sei der Mann gestorben.

Die Obduktion ergab demnach keine Hinweise auf äußere Verletzungen oder ein Fremdverschulden, "vielmehr fanden sich Hinweise auf den Konsum von Betäubungs- oder Arzneimitteln und eine kardiologische Vorerkrankung". 

Abschließende Untersuchungen stünden aber noch aus, berichtete der Sprecher. Dabei solle auch geklärt werden, ob die Drogen bei der Todesursache eine Rolle spielten.

Mann lag tot in Scheune

Zu der Fahndung war es in der Nacht zum Dienstag gekommen. Die Ermittler waren wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittel- sowie gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz im Einsatz. In Wetzlar konnten sie der Mitteilung zufolge einen 39-Jährigen festnehmen, gegen ihn erging später Haftbefehl. 

Der 27-Jährige floh in einem Auto. Er habe auch dann noch seine Flucht fortgesetzt, als es zu einem Unfall mit einem Zivilwagen der Polizei gekommen sei. Kurz darauf sei der Mann in der Scheune in Münzenberg (Wetteraukreis) gefunden worden.

Die Ermittler stellten in der Nähe des Fluchtweges eine Maschinenpistole sicher, außerdem Munition sowie Drogen. Bei weiteren Durchsuchungen fanden sie weitere Schusswaffen, Munition sowie diverse Betäubungsmittel. 

Man habe keinerlei Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler vermuten, dass es um illegale Waffengeschäfte ging.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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