Nach entdecktem Waffendepot im Kreis Düren: Verdächtiger ist Soldat

Aldenhoven – Bei dem Verdächtigen, der in Aldenhoven (Kreis Düren) westlich von Köln Kriegswaffen gehortet haben soll, handelt es sich um einen Soldaten der Bundeswehr.

Am Mittwochmorgen fanden Ermittler die gefährlichen Waffen sowie Chemikalien.
Am Mittwochmorgen fanden Ermittler die gefährlichen Waffen sowie Chemikalien.  © Jan Ohmen

Das hat das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstag in Berlin bestätigt. Der Mann sei im Einsatzführungskommando tätig gewesen. Seit Mittwoch sitzt der 32-Jährige in Untersuchungshaft.

Die sichergestellten Waffen und die beschlagnahmte Munition stammten nach erster Bewertung nicht aus Bundeswehrbeständen, so das Ministerium.

Es seien allerdings auch "eingestufte" Dokumente gefunden worden, die nun Gegenstand der Ermittlungen seien.

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Bei einer Razzia in Aldenhoven hatten Ermittler ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt.

In einem Neubauviertel waren die Ermittler auf Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen gestoßen. Weil auch unbekannte Chemikalien in dem Haus entdeckt wurden, zogen die Einsatzkräfte einen Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Bewertung der Funde hinzu.

Das Verfahren war durch einen Fund am Frankfurter Flughafen ins Rollen gekommen: Der Zoll hatte ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen, das der 32-Jährige aufgegeben haben soll. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss.

Ein politischer Hintergrund sei derzeit nicht erkennbar, hatte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitgeteilt.

Titelfoto: Jan Ohmen

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